Hamburg – Das Schneechaos in Deutschland schreckte am Freitagabend auch vor der NDR Talkshow nicht zurück. Mehrere Promi-Gäste sagten ihre Teilnahme ab, weil sie es wegen der Witterungsbedingungen nicht ins Studio schafften. Die Unterhaltung ließen sich die Moderatorinnen Barbara Schöneberger (51) und Bettina Tietjen (66) trotzdem nicht nehmen.
Naschenweng über Karrierestart in Shanghai
Rechtzeitig geschafft hat es dafür Volksmusik- und Schlagerstar Melissa Naschenweng (35). Für sie ist das deutsche Schneechaos wie ein kleines Stück Kärntner Heimat: „Ihr habt fast mehr Schnee als wir. Ich fühle mich total heimisch.“ Sie berichtet über ihren außergewöhnlichen Weg vom einfachen Mädchen in Kärnten zum Superstar in Österreich und Deutschland. Der finale Auslöser war nämlich ausgerechnet ein Oktoberfest in Shanghai.

Sie liebt die Bühne: Melissa Naschenweng
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Dort sollte sie als 22-Jährige auf Wunsch ihres Vaters auftreten und war zuerst stinksauer. Ihre Heimat wollte sie nämlich nicht verlassen, wie sie erklärt: „Das war sicher das einzige Mal, dass ich meinem Papa eine gemeine SMS geschrieben habe: ‚Das verzeihe ich dir nie!‘“ Doch die Auftritte mit der dortigen Band machten sie so glücklich, dass sie danach Nägel mit Köpfen machte: Sie brach ihr Studium ab und kümmerte sich nur noch um die Musik.
Mit Erfolg: Die „Alpenbarbie“ konnte bereits sieben Amadeus-Awards sammeln und gibt den Gästen im Studio eine Kostprobe mit der Harmonika. Den Song „Kompliment“ widmet Naschenweng einem anderen Promi-Gast im Studio: Paralympics-Siegerin im Slalom Anna-Lena Forster (35). Und auch Filmfreunde können sich freuen: In diesem Jahr ist Naschenweg außerdem als Schauspielerin auf dem Bildschirm zu sehen.
Flug-Chaos bei Hape Kerkeling
Ein Stargast zeigt sich an diesem Abend aus der Ferne geknickt: Kult-Comedian Hape Kerkeling (61) grüßt alle Gäste per Videoschalte und erklärt, warum er nicht bei der Aufzeichnung der TV-Show sein kann. Er wollte eigentlich mit dem Flieger nach Hamburg kommen, und auch die Crew machte den Passagieren während des Flugs Hoffnung, versprach eine 50-minütige „Wetterlücke“, in der gelandet werden könne. Doch daraus wurde dann doch nichts. Kerkeling: „Und dann sagt der: ‚Wir haben die Wetterlücke nicht getroffen. Wir fliegen wieder zurück nach München.‘“ Die Talkshow-Teilnahme fiel damit ins Wasser. Kerkeling verspricht jedoch: „Wir holen das nach.“