Während US-Präsident Donald Trump erneut mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands
droht, lehnen die dortigen Parteien seinen Gebietsanspruch in
demonstrativer Einigkeit ab. „Wir wollen keine Amerikaner sein, wir
wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein“, heißt es in einer
gemeinsamen Erklärung der Vorsitzenden der fünf Parteien im
grönländischen Parlament. Sie fordern, dass die USA
„ihre Geringschätzung gegenüber unserem Land“ einstellten. Die Zukunft Grönlands
müsse vom grönländischen Volk entschieden werden. Es müsse ein
intensiver Dialog „mit unseren Verbündeten und den Ländern, mit denen
wir zusammenarbeiten“, sichergestellt werden, heißt es in dem Schreiben.

Trump hatte zuletzt gesagt, er würde gerne einen Deal machen, „aber
wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf
die harte Art und Weise tun“. Ansonsten würden Russland oder China Grönland einnehmen – „und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn
haben“, rechtfertigte Trump seine Anspruchshaltung. Die USA müssten Grönland „verteidigen“. 

Grönland
mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber
offiziell zum Königreich Dänemark. Die dänische Regierung weist Trumps Forderung ebenfalls entschieden zurück. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte
vor einem Ende des Verteidigungsbündnisses Nato, sollten die USA Grönland
angreifen. 

Grönland

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