Köln kann einfach nicht mehr gewinnen und die Start-Euphorie scheint endgültig dahin. Nach 6 Sieglos-Spielen vor dem Jahreswechsel, reichte es auch zum Neustart in Heidenheim trotz Top-Chancen nur zu einem 2:2. Die ersten Fans gehen danach auf Trainer Lukas Kwasniok (44) los.
Im FC-Block in Heidenheim hing ein großes Plakat gegen den Köln-Coach. Darauf stand „KWASNI YOK“. Also der Name des Trainers mit dem türkischen Wort „Yok“ am Ende, das übersetzt „Nein“ heißt. Das Plakat stammt von den Ultras der „Wilde Horde“.

Kölsche Kritik! Die FC-Fans äußerten mit diesem Plakat ihren Unmut
Foto: x/antistoned1948
Keeper Marvin Schwäbe zu dem Plakat: „Da habe ich ehrlich gesagt gar nicht so drauf geachtet. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, wenn die Fans das so sehen oder meinen, sie müssten das preisgeben. Am Ende müssen wir Spieler auf dem Platz unsere Qualität und Leistung bringen.“
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Fakt: Das Nein zu Kwasniok ist das erste Plakat gegen den Köln-Trainer nach nur 16 Spielen. Es kommt überraschend nach dem starken Saisonstart, der anfänglichen Euphorie rund um den neuen Trainer und auch angesichts der derzeitigen Tabellenposition (Platz 10).
Es spiegelt aber die aktuelle Situation und Unruhe rund um den Verein wider. Denn da ist die Unzufriedenheit groß. In Teilen der Mannschaft, bei den Fans, im Umfeld. Und das nicht nur wegen der letzten sieben Spiele, aus denen Köln nur 3 Punkte holte.
Die vielen Kwasniok-Umstellungen und Experimente, die nicht immer nur der Personalnot geschuldet waren, sorgen rund um den FC für Diskussionen. Auch der Umgang mit Mega-Talent Said El Mala (19), der trotz seiner Super-Saison in Heidenheim jetzt schon zum zweiten Mal in Folge wieder nur als Joker ran durfte.
FC und Kwasniok wollen Dialog mit Ultras suchen
Kwasniok stellt sich den Ultras und sagt zu dem Plakat: „Ich habe es nicht wahrgenommen, aber ich wurde darüber informiert, dass es da etwas gab. Ich weiß nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme es jetzt zur Kenntnis. Wir versuchen, in Kommunikation zu treten, was in irgendwelcher Form da jetzt Thema ist. Ich kann nur mit Leistung und Punkten vorangehen. Aber das ist eben der 1. FC Köln. Da ist alles etwas dynamischer.“
Unterm Strich bleibt: Der anfängliche Kwasniok-Hype in Köln ist aktuell dahin. Die Euphorie verfolgen. Kölns Trainer benötigt dringend einen Sieg, um die Stimmung rund um den Aufsteiger zu retten und wieder Ruhe reinzubringen. Gegen die Bayern scheint das Mittwoch angesichts der immensen Personalprobleme unmöglich. Samstag gegen Mainz aber muss ein Kwasniok-Dreier her, sonst drohen deutlich ärgere Fan-Proteste!