Liam Kirk von den Eisbären Berlin beim Torjubel (Quelle: picture alliance/dpa | Robert Michael)

Stand: 10.01.2026 22:06 Uhr

Die Eisbären Berlin haben das siebte Winter Game der DEL-Geschichte gewonnen. Vor beeindruckender Kulisse setzte sich der amtierende Deutsche Meister am Samstagabend in Dresden in der Overtime mit 3:2 gegen die Eislöwen durch.

  • Siebte Auflage des DEL-Winter-Games
  • Eisbären gleichen in der regulären Spielzeit zwei Mal aus
  • Liam Kirk erzielt in der Verlängerung das 3:2-Siegtor gegen die Eislöwen

Die Eisbären Berlin haben sich in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Rennen um die Play-off-Plätze zurückgemeldet: Am Samstagabend gewannen sie im siebten Winter Game der DEL-Geschichte gegen die Dresdner Eislöwen nach Verlängerung mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0).

Vor rund 32.000 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion gelang Liam Kirk das entscheidende Tor für den amtierenden Deutschen Meister gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten.

Die rund 10.000 mitgereisten, lautstarken Berliner Fans zeigten vor Spielbeginn eine Choreo mit dem Logo, das die Eisbären zwischen 1992 und 2000 – und an diesem Abend auch auf den Sondertrikots für dieses Winter Game – trugen.

Eisbären zunächst spielbestimmend

Die erste Chance des Spiels ging derweil auf das Konto der Dresdner, doch Eisbären-Goalie Jake Hildebrand war zur Stelle (2. Minute). Nur wenige Sekunden später agierten die Berliner erstmals in diesem Aufeinandertreffen in Überzahl, nachdem Tomáš Andres wegen Haltens mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt wurde. Janick Schwendener im Tor der Eislöwen verhinderte mehrfach einen Rückstand, das Power Play der Berliner blieb ohne Ertrag.

Die Eisbären waren auch in der Folge das spielbestimmende Team, während Dresden vorranging per Konter offensive Akzente setzte. Gegen Ende des ersten Drittels wurde die Partie immer offener. Yannick Veilleux ließ eine hochkarätige Chance zum 1:0 für die Eisbären ungenutzt (16.); auf der Gegenseite scheiterte Alec McCrea an Hildebrand (18.). Nach 20 Minuten blieb es beim Zwischenstand von 0:0.

Andres bringt Dresden in Führung – Kirk kontert

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erhöhte Dresden den Druck – und ging prompt in Führung. Andres brachte den Puck mit dem zweiten Versuch im Tor unter und erzielte mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0 für den Aufsteiger (25.). Die Eisbären konnten dagegen auch aus ihrem dritten Power Play des Abends keinen Profit schlagen und bissen sich an der Eislöwen-Defensive um Goalie Schwendener ein ums andere Mal die Zähne aus.

In der 34. Minute jubelten die Eisbären dann aber doch: Liam Kirk traf auch im neunten Spiel in Folge, stellte damit den Vereinsrekord ein und markierte mit seinem 27. Saisontor den Ausgleich. Die Berliner blieben am Drücker, bis zum Ende des zweiten Drittels blieb es aber beim 1:1.

Wilde Schlussphase – Kirk hat in Overtime das letzte Wort

Im dritten Drittel drängten die Berliner auf den Siegtreffer, am gewohnten Bild änderte sich aber zunächst nichts: Die Eislöwen wehrten sich mit vereinten Kräften – und konnten sich vor allem immer wieder bei ihrem Schlussmann bedanken, der sie in dieser Partie hielt.

In der Schlussphase schockten die Dresdner den amtierenden Deutschen Meister dann erneut: Die Eisbären ließen in der Defensive jegliche Ordnung vermissen und Alec McCrea schob zum 2:1 ein (54.). Doch Berlin hatte wiederum die passende Antwort parat: Kirk scheiterte noch an Schwendener, den Nachschuss versenkte Ty Ronning aber zum 2:2 im Tor (59.). Das Spiel ging in die Verlängerung.

Und in der Overtime brauchte Kirk gerade mal 14 Sekunden, um die Eisbären zum Sieg zu schießen und den Schlusspunkt in diesem Winter Game zu setzen.

Sendung: rbb24, 10.01.2026, 21:45 Uhr

Rundfunk Berlin-Brandenburg