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Viel wurde über Feststoff-Batterien berichtet, auf dem Markt ist bislang noch keiner der Zukunfts-Akkus. Bis jetzt? Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas lässt der britische Akku-Hersteller Donut Lab aufhorchen: Das Unternehmen will die weltweit erste Feststoff-Batterie für die Serienproduktion entwickelt haben, die schon bald auf die Straße kommen soll. So berichtet das Technologie-Portal Batterytechonline.com.

Erster Einsatz in Elektro-Motorrädern

Donut Lab erklärte auf der CES, man habe die Nachricht bewusst zurückgehalten. Erst nachdem der Akku mit dem Namen „Donut Battery“ vollständig getestet und bereits in Fahrzeuge eingebaut worden sei, habe man den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt. Der erste Einsatz ist in den Modellen TS Pro und Ultra des Motorrad-Herstellers Verge Motorcycles geplant.

Angeblich hätten auch viele große Autohersteller für die Superbatterie Schlange gestanden, aber zogen den Kürzeren. Erste Auslieferungen an Verge-Kunden sind für das erste Quartal 2026 vorgesehen. In den kommenden Wochen wird sich also bereits zeigen, ob „serienreif“ tatsächlich bedeutet, dass die neue Batterie auch im Alltag auf öffentlichen Straßen funktioniert.

Die Verge TS Ultra soll als erstes Serienfahrzeug mit dem neuen Superakku fahren

Die Verge TS Ultra soll als erstes Serienfahrzeug mit dem neuen Super-Akku fahren

Foto: Hersteller

Hohe Energiedichte, ultraschnelles Laden, günstig und dazu noch langlebig

Nach eigenen Angaben setzt die Batterie von Donut Lab Maßstäbe bei Leistung, Sicherheit, Langlebigkeit und Kosten. Besonders offensiv wirbt das Unternehmen mit einer Energiedichte von 400 Wh/kg auf Zellebene – weit mehr als bisher genutzte Akkus. Dazu kommt das Versprechen einer vollständigen Aufladung in nur fünf Minuten, ohne Leistungsabfall bis zu einem Ladezustand von 80 Prozent. Auch die Lebensdauer sei enorm: Donut Lab spricht von „bis zu 100.000“ Aufladezyklen bei minimalem Kapazitätsverlust. Dazu seien die Akkus noch günstiger herzustellen als aktuelle Lithium-Ionen-Batterien. Die Zusammensetzung ist geheim, aber die Rohstoffe sollen „überall“ verfügbar sein. Wenn man den Ankündigungen traut: der eierlegende Wollmilch-Akku!

COMPUTER BILD-Chefredakteur Dirk General-Kuchel inspiziert den Superakku auf der CES

COMPUTER BILD-Chefredakteur Dirk General-Kuchel inspiziert den Super-Akku auf der CES

Foto: Dirk General-Kuchel

Mehr zum ThemaHält Donut Lab sein Versprechen?

Die von Donut Lab genannten Eigenschaften liegen in mehreren Punkten über dem heutigen Standard von Elektrofahrzeugen. Genau hier hatten Feststoff-Batterien in der Vergangenheit oft Probleme, vor allem bei der Umsetzung in größeren Stückzahlen. Sollten die Auslieferungen an Kunden wie geplant starten, wäre das ein gewaltiger Schritt nach vorn für die E-Mobilität. Dann würde die Feststoff-Technologie den Sprung aus dem Labor auf die Straße schaffen – ein Ziel, an dem die Branche seit Jahren arbeitet.