
AUDIO: HSV-Neuzugang Downs: „Gelb-Rote Karte killt das Momentum“ (1 Min)
Stand: 10.01.2026 18:48 Uhr
Der HSV ist mit einer 1:2 (0:0)-Niederlage beim SC Freiburg ins neue Jahr gestartet. Die Hamburger, die fast die ganze zweite Hälfte in Unterzahl spielen mussten, verteidigten lange geschickt. Die Niederlage war bitter.
Luka Vuskovic hatte die Hamburger bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber auf satt grünem Geläuf nach einer Ecke in Führung gebracht (48.). Nach einem Platzverweis für Daniel Elfadli (51.) glich Vincenzo Grifo allerdings schnell per Foulelfmeter aus (53.). Und auch wenn der HSV sich in der Folge teuer verkaufte, sorgte Freiburgs Igor Matanovic (83.) für den Freiburger Sieg.
„Die Gelb-Rote Karte killt das Momentum.“
HSV-Neuzugang Damion Downs
Das Debüt von Winterzugang Damion Downs, der gleich von Beginn an auf dem Platz gestanden hatte, verlief ohne besondere Erkenntnisse. Der 21-Jährige bezeichnete die Niederlage als „sehr, sehr unglücklich“. Das Team habe „in Unterzahl eine gute Energie“ gehabt, dennoch stünde das Fazit: „Die Gelb-Rote Karte killt das Momentum.“
Ob das verlorene Spiel neben der Sperre für Elfadli, der am Dienstag gegen Leverkusen (20.30 Uhr, im NDR Livecenter) fehlt, noch weiter nachwirkt, wird sich zeigen. Sorgen bereitet allerdings die Schulter von Daniel Heuer Fernandes. Der Stammkeeper hielt zwar über 90 Minuten durch, musste sich aber mehrfach mit schmerzverzerrtem Gesicht behandeln lassen. Nach dem Abgang von Daniel Peretz fehlt den Hamburgern im Kader ein gleichwertiger Ersatzmann.

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HSV beschränkt sich lange nur auf das Verteidigen…
Vom HSV war in Freiburg lange nichts zu sehen gewesen – weil die Hamburger kaum einmal den Ball sahen. Auf gut 30 Prozent Ballbesitz kamen sie bis Mitte der ersten Hälfte nur. Und nicht nur Downs, der komplett in der Luft hing, konnte sich so zunächst gar nicht in Szene setzen.
Die Gastgeber hatten derweil gleich eine Handvoll gute bis sehr gute Chancen. Matthias Ginter (7.) und Lukas Kübler, der an der Latte scheiterte (8.), sowie Yuito Suzuki (14.) und zweimal Lukas Höler (19./23.) wussten diese aber nicht zu nutzen.
… und geht durch Vuskovic mit 1:0 in Führung
Kurz vor der Pause wagten sich die Hamburger dann aber mehr aus der Deckung – zumal sich die Freiburger auch einige Fehler leisteten. Downs verstolperte noch (38.), Kapitän Nicolas Capaldo schoss nur ans Außennetz (41.). Die beste Möglichkeit hatte Fabio Vieira, bei dessen direktem Freistoß nahm Atubolu die Einladung zur Flugeinlage allerdings dankbar an (45.).
Das Tor fiel dann unter Mithilfe der Hausherren. Johan Manzambi prüfte zunächst den eigenen Keeper, Atubolu lenkte zur Ecke. Und kurz darauf vibrierte die Tor-Uhr von Schiedsrichter Timo Gerach. Höler versuchte, den Kopfball von Vuskovic noch zu entschärfen. Er klärte aber erst knapp hinter der Linie – 1:0 für den HSV (48.).
Hamburger Freude währt nur kurz
Wenig später waren die Glücksgefühle allerdings schon wieder dahin. Elfadli traf Freiburgs Höler im Strafraum an der Wade. Der bereits verwarnte Hamburger Verteidiger sah Gelb-Rot und Grifo egalisierte vom Punkt (53.). Der HSV agierte in Unterzahl jedoch offensiver als über weite Strecken der ersten Hälfte und verhinderte so weitere große SC-Chancen.
Doch just nachdem Miro Muheim sogar noch eine gute Chance für den HSV gehabt hatte (82.), schlug Freiburg zu: In einer unübersichtlichen Situation im Gäste-Strafraum behielt Jan-Niklas Beste die Übersicht und Matanovic musste nur noch den Fuß hinhalten – 2:1 (83.). Sehr zum Ärger der Gäste, die kurz vor dem Tor ein Foul von Manzambi gesehen hatten. Aber Gerach ließ weiterlaufen und der VAR griff nicht ein.
Zehn Hamburger mühten sich danach zwar redlich. Doch mehr als einen Schuss von Ransford-Yeboah Königsdörffer (90.+7) gab es nicht mehr. Es blieb bei der bitteren, aber insgesamt nicht unverdienten Niederlage.
16. Spieltag, 10.01.2026 15:30 Uhr
Atubolu – Kübler, Ginter, Lienhart (46. A. Jung), Günter – M. Eggestein, Manzambi (90.+4 Höfler) – Treu (79. Beste), Y. Suzuki, Grifo (65. Osterhage) – Höler (65. Matanovic)
2
Heuer Fernandes – Capaldo, L. Vuskovic, Elfadli – Jatta (78. Gotscholeischwili), Sambi Lokonga (90.+2 Königsdörffer), Remberg, Muheim – Fábio Vieira (79. Ramos), Dompé (57. Torunarigha) – Downs (78. Rössing-Lelesiit)
1
Tore
- 0:1 L. Vuskovic (48.)
- 1:1 Grifo (53., Foulelfmeter)
- 2:1 Matanovic (83.)