Seit sechs Jahren regiert im Augsburger Rathaus eine schwarz-grüne Koalition. Bei den kommenden Kommunalwahlen treten die Augsburger Grünen wieder mit Martina Wild, der derzeitigen Zweiten Bürgermeisterin der Stadt, als OB-Kandidatin an. Die Partei hat nun ihr Programm vorgestellt.

Ein zentraler Schwerpunkt soll der Klima- und Umweltschutz bleiben: Von einer konsequenten Energiewende über mehr Stadtgrün und mehr Bäume bis hin zu Entsiegelung und Artenschutz. „Klimaschutz findet hier vor Ort statt und muss spürbar für die Menschen sein – im Schatten, in der Luft und auf der Stromrechnung“, sagt Oberbürgermeisterkandidatin Wild. „Er ist keine abstrakte Idee, sondern eine konkrete Aufgabe für Augsburg und eine Frage der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.“

Zudem gehe es den Grünen um Bildung, Wohnen, Mobilität und Wirtschaft. Wichtig sei beispielsweise der Abbau des Sanierungsstaus an Schulen. Beim Themenbereich Wohnen setzt die Partei auf bezahlbare Mieten, die Bekämpfung von Leerstand und eine stärkere soziale Bindung im Wohnungsbau. In der Mobilität stehen „sichere Wege, ein starker öffentlicher Nahverkehr sowie weitere konsequente Fortschritte beim Radverkehr“ im Fokus.

Das Wahlprogramm stamme nicht von einzelnen Akteuren, sondern von den 830 Mitgliedern, die das Programm gemeinsam mit externen Initiativen entwickelten. Sie alle hätten das Ziel, das Leben in Augsburg „gerechter, lebenswerter, grüner und besser“ zu machen, so die beiden Sprecher des Stadtverbands, Hannah Judith und Markus Schnitzler.

az