Hamburg ist für Zurückhaltung bekannt, kann aber auch feiern. Das zeigt sich auch auf den Neujahrsempfängen wie am Samstag bei „Ahio 2026“. Gäste aus Medien, Politik und Kultur feierten ausgelassen in Abendgarderobe.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die Hamburger für ihr Feier-Gen gelobt. „Hamburger sind anders, als viele denken. Man lacht nicht nur innerlich und heimlich im Keller, sondern die Leute freuen sich auch und sind, gerade wenn es gute Anlässe gibt, auch richtig euphorisch“, sagte der Politiker auf dem Ahoi-Neujahrsempfang der Kommunikationsagentur Gute Leude Fabrik in Hamburg.
„Ich denke jetzt an die Olympischen Spiele. Wer erlebt hat, wie Hamburg euphorisch war, als vor einigen Jahren die Olympiamannschaft hier empfangen wurde, die wissen ein für alle Mal, dass Hamburg nicht nur tröge und entspannt ist, sondern dass auch richtig die Post abgehen kann!“
Der Neujahrsempfang mit seinen rund 900 Gästen gilt nach den Empfängen im Rathaus, in Blankenese und beim „Hamburger Abendblatt“ als eine der großen Veranstaltungen zum Start in das neue Jahr. Auf den „Ahoi“-Neujahrsempfang im Hotel Reichshof am Hauptbahnhof sind seit mehr als 15 Jahren zahlreiche Gäste aus Hamburgs Wirtschaft, Politik, Sport, Gastronomie, Medien und Kultur eingeladen. Einige nahmen trotz des Winterwetters lange Anreisen auf sich und bildeten zum Beispiel Fahrgemeinschaften, um aus Berlin nach Hamburg zu kommen.
Gute Leude-Chef Lars Meier sagte in einer Ansprache, dass man sich dazu entschieden habe, auch im kommenden Jahr wieder im „Reichshof“ feiern zu wollen. Auf zwei Etagen verteilt und im großen Foyer des Hotels, das neben dem Deutschen Schauspielhaus liegt, fand die wohl lustigste Party des Jahres statt, auf der traditionell auch ein Shanty-Chor singt und Moderator Tobi Schlegl als DJ für Musik sorgt.
Teil des Neujahrsempfangs ist auch eine Spendenaktion, bei der alle Erlöse der Hilfsorganisation „Mensch Hamburg“ zugutekommen. Auch durch eine Tombola wird Geld gesammelt, als Losverkäufer standen mehrere Senatorinnen und Senatoren bereit. So kamen 41.000 Euro für den guten Zweck zusammen.
lno/jlau