Bei leichten Minusgraden

Winter in Leipzig: Hunderte bei Sonnenschein auf zugefrorenen Kanälen

Der Winter sorgt weiter für eine Ausnahmesituation in Leipzig: Während viele Menschen auf eigene Gefahr die vereisten Gewässer betreten, muss die Feuerwehr auch zu winterlichen Einsätzen ausrücken.

Bei bestem Sonnenschein und knapp unter null Grad genießen viele Leipziger ihren Sonntag auf den städtischen Kanälen. Nachdem in den vergangenen Tagen bereits der Teich im Clara-Zetkin-Park und das Becken vor dem Völkerschlachtdenkmal zugefroren waren, gilt das nun auch vielfach für den Karl-Heine-Kanal und das Elsterflutbecken. Allerdings: Eine Freigabe der Flächen zum Eislaufen gibt es nicht. Das Betreten passiert auch weiterhin auf eigene Gefahr.

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Davon lassen sich viele aber nicht abschrecken. Wo sonst Wasser fließt, laufen Menschen jetzt Schlittschuh. Schaulustige gehen auf dem Gewässer spazieren. Kinder nutzen die Uferhänge zum Schlittenfahren. Auch Eishockey wird gespielt.

Bei leichten Minusgraden haben sich am Sonntag (11.01.2026) Hunderte Leipzigerinnen und Leipziger auf die Eisflächen in der Stadt begeben.

In der Stadtverwaltung wird dies auch mit Argwohn betrachtet: „Stärke und Tragfähigkeit der natürlichen Eisflächen sind nur schwer einschätzbar und selbst die dicksten Eisflächen geben keine Garantie auf ausreichende Belastbarkeit“, hieß es am Freitag auf Nachfrage der LVZ aus dem Neuen Rathaus.

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Bei leichten Minusgraden haben sich am Sonntag (11.01.2026) Hunderte Leipzigerinnen und Leipziger auf die Eisflächen in der Stadt begeben.

Falls das Eis bricht, sollte allen klar sein: Die Kommune übernehme keine Haftung für Schäden, Unfälle oder den eventuellen Einsatz von Rettungskräften. Viele Menschen stört das jedoch nicht.

Feuerwehr muss Dach enteisen

Derweil beschäftigt das Eis auch die Feuerwehr: In der Bernhard-Göring-Straße musste die Feuerwehr mit einem Leiterwagen anrücken, um das Dach eines Mehrfamilienhauses von Schnee und Eis zu befreien.

Bernhard-Göring-Straße: Feuerwehr entfernt Eis von Dächern

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Durch den Sonnenschein war dort eine Dachlawine ins Rutschen gekommen, die anschließend gefährlich über dem Eingang des Hauses hing. Die Einsatzkräfte konnten die Gefahr jedoch schnell beseitigen.

LVZ