Nach dem sonnigen, wenn auch eisigen Sonntag droht schon in der Nacht neues Wetterchaos in Deutschland. Von Westen her bringt Tief „Gunda“ Schnee und später Regen, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit. Folge sei „eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage“, sagt der DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Der ADAC empfiehlt, auf unnötige Autofahrten zu verzichten.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteisgefahr im Distanzunterricht. Es werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit.

Für Berlin und Brandenburg ist in der Nacht zum Montag teils strenger Frost bei Tiefstwerten zwischen -9 und -15 Grad, lokal bis -20 Grad angesagt. Berlin könnte damit die kälteste Nacht des Winters bisher bevorstehen. Am Montag dann liegen die Höchstwerte tagsüber zwischen -4 und 0 Grad. In der Nacht zum Dienstag gibt es der Vorhersage zufolge leichten Frost mit Tiefstwerten von -1 bis -5 Grad.

Ab Dienstag werden in Berlin wieder Puls-Temperaturen erwartet

Ab dem späten Montagvormittag soll es wieder schneien, es wird mit ein bis drei Zentimetern Neuschnee gerechnet. Ab Montagabend und in der Nacht zum Dienstag steigt die Schneefallgrenze an, der Schnee geht in Regen, regional wird mit Glatteis, stellenweise mit Blitzeis gerechnet, da der Regen auf dem eiskalten Boden gefriert.

Am Dienstag werden in Berlin wenigstens tagsüber zum ersten Mal wieder Temperaturen im Plus-Bereich erwartet. Auf vier Grad sollen sie steigen. Am Mittwoch und Donnerstag werden dann auch nachts wieder Plus-Temperaturen erwartet, wenn sie auch nur bei zwei Grad über null liegen sollen. In der dritten Januarwoche geht es mit den Temperaturen noch weiter hoch. Bei sieben Grad sollen sie tagsüber liegen. Nach dem dann zurückliegenden Einbruch von Polarluft dürfte einem das fast schon mild erscheinen.