Bielefeld. Der Pflichtspielstart 2026 hätte für die beiden Basketballteaams des TSVE Bielefeld unterschiedlicher kaum sein können. Während die Lady Dolphins in der Regionalliga wohl einen 20:0-Sieg zugeschrieben bekommen werden, mussten sich die Herren ihren Sieg in einem intensiven Derby erarbeiten.

Herren-Oberliga

Gütersloher TV – TSVE Bielefeld 73:81. Erst vier Wochen zuvor hatte der GTV den Dolphins in der ersten Auflage des Oberliga-Derbys ihre erste Heimniederlage der Saison zugefügt. Entsprechend motiviert waren die Bielefelder, sich zu revanchieren. Die Sorge von Trainer David Bunts, seiner Mannschaft könnte es nach der Weihnachtspause an Rhythmus fehlen, sollte sich als nur bedingt berechtigt erweisen. Der TSVE startete mit flüssigem Offensivspiel in die Partie – die Laufwege passten und die Spielzüge lieferten ihre gewünschten Ergebnisse. Vier Mal trafen die Bielefelder im Auftaktviertel von der Dreierlinie und lagen nach den ersten zehn Minuten souverän mit 23:14 vorne. Im zweiten Spielabschnitt kam dann Sand ins Getriebe des Bielefelder Spiels.

Die Dolphins leisteten sich zu viele Ballverluste und auch die Würfe fielen nicht mehr so hochprozentig wie noch zu Beginn der Partie. Die Gütersloher zogen auf der anderen Seite immer wieder Fouls und hielten sich von der Freiwurflinie im Spiel. Neun Freiwürfe bekamen die „Turner“ allein im zweiten Viertel zugesprochen. Zur Halbzeit verkürzten die Gastgeber auf 34:37. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine intensive Begegnung. Mit zwei Dreiern von Jacob Götte und einem „Buzzer Beater“ zum Ende der Wurfuhr von Nico Rixe erspielten sich die Bielefelder Mitte des dritten Viertels den ersten zweistelligen Vorsprung der Partie (48:37).

Von da an präsentierten sich beide Teams offensivstark. Der TSVE war stärker im Abschluss, der GTV dominierte dafür unter dem Korb. Vor dem Schlussviertel hatten die Dolphins aber weiterhin die Nase vorn (63:53). Ihren Vorsprung wussten die Bielefelder bis in die Schlussphase zu verwalten. Mit noch gut drei Minuten zu gehen, starteten die Gütersloher noch einmal einen Lauf und verkürzten kurzerhand auf 68:73. Die Bielefelder ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

Trotz aller Intensität, die mit dem Derby einherging, brachten sie die Partie mit 81:73 über die Ziellinie. Wie auch schon beim Sieg im Spitzenspiel gegen den TV Salzkotten vor den Weihnachtsferien war Jacob Götte Topscorer der Bielefelder. Der ordnete seine 29-Punkte-Performance bescheiden ein: „Einfach die Würfe nehmen, die da sind und nichts erzwingen. Wenn das Team einem das gibt, muss man sich das auch nehmen. Das bin nicht nur ich, sondern das ganze Team“.

Das Fazit von Trainer David Bunts fiel nach dem Auswärtstriumph überwiegend positiv aus. „Es war nicht schön, aber ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Das erste Spiel nach einer Pause ist immer schwierig, weil man nur wenig trainieren kann, aber die Mannschaft hat heute zusammengehalten und gekämpft und so konnten wir uns den Sieg sichern“, sagte Bunts. Trotz des Erfolgs sieht er weiterhin Luft nach oben. „Für uns geht es immer darum, gut zu rebounden. Wir haben das heute phasenweise gut gemacht. Da müssen wir in den nächsten Spielen weiter dranbleiben und in unserer Defense an ein paar Stellschrauben drehen“, so Bunts.

TSVE: Götte 29, Rixe 14, Zebrowski 9, Kahler 6, Knapp 6, Ja. Bueno 5, Vierrath 4, Jo. Bueno 4, Lenz 2, Oroz 2 Damen-Regionalliga

TSVE Bielefeld – TSV Hagen. Der TSV Hagen hatte wegen des Wetters am Samstag eine Verschiebung des Spiels beantragt. Der Antrag wurde von der Spielleitung abgelehnt. Weil die Hagener auch 15 Minuten nach der angesetzten Tipoff-Zeit nicht erschienen waren, wird die Partie laut der Statuten wohl als Sieg für die Bielefelderinnen gewertet. Der TSV Hagen hat gegen die Wertung Protest eingelegt. Der Ausgang bleibt abzuwarten.