Bielefeld. „Nach Schildesche kommen wir immer gerne.“ Ein Satz, der in der Sporthalle der Martin-Niemöller Gesamtschule am Samstag häufig zu hören war. Die Teilnehmer und auch die Veranstalter des 32. Glas-Wulfmeier-Cups vom VfL Schildesche zogen unisono ein positives Fazit. Besonders fröhlich waren die Kicker vom TuS Jöllenbeck, die sich den Titel nach einem hochspannenden Finale gegen den TuS Dornberg mit einem 5:4-Erfolg sichern konnten.
Oliver Stüwe, Vorsitzender des VfL Schildesche, sagte. „Wir sind total froh, dass das Turnier stattgefunden hat. Bei der Wetterlage hatte ich zwischendurch schon ein mulmiges Gefühl. Umso schöner, dass alles gut geklappt hat.“ Die Halle war sehr gut besucht und die Zuschauer hatten eine Menge Spaß beim Schildsker Budenzauber, der wie in den Vorjahren auch, fantastisch organisiert war.In der Gruppe A setzte sich Landesligist TuS Dornberg, der mit Trainer Jens Horstmann im Tor agierte, in vier Spielen verlustpunktfrei durch. Gefolgt vom TuS Jöllenbeck mit neun Punkten. Die Gruppe B dominierte der VfL Theesen mit zwölf Punkten aus vier Spielen. Zweiter wurde der TuS Brake mit sieben Zählern. So kam es im Halbfinale zu den Duellen TuS Dornberg gegen TuS Brake und VfL Theesen gegen TuS Jöllenbeck.
Beide Spiele waren von der ersten Sekunde an spannend. Alle vier Halbfinalisten wollten den Finaleinzug unbedingt. Landesligist TuS Dornberg setzte sich gegen Bezirksligist TuS Brake 4:3 durch und A-Ligist TuS Jöllenbeck besiegte Westfalenligist VfL Theesen 5:4. Theesens Co-Trainer Timo Niermann stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, denn der VfL verlor auch das Neunmeterschießen um Platz drei gegen die Braker. Niermann: „Wir sind schwer reingekommen, haben uns dann aber gesteigert. Am Ende waren wir natürlich enttäuscht.“
Jürmker mit lautstarken Anhängern
Im Finale kam es dann zum Aufeinandertreffen zwischen dem TuS Dornberg und dem TuS Jöllenbeck. Die Jürmker, mit lautstarken Anhängern auf der Tribüne vertreten, zauberten sich durch das Endspiel. Auffällig dabei war Tim Milse, der Jens Horstmann im Dornberger Tor überlupfte, so dass auch Horstmann, übrigens im Retro-Torwarttrikot von 1994 auf dem Hallenparkett unterwegs, seinem Gegenspieler Respekt zollte. Freilich in seiner ganz persönlichen Art: „Den lupft er leider gut rein.“ Böses Blut gab es zwischen den Jürmkern und den Dornbergern nicht. Sie kennen und sie schätzen sich.
Der Dornberger Coach zog ein positives Fazit. „Es war insgesamt ein gutes Turnier, leider war das Finale nicht unser bestes Spiel. Aber wir haben eine gute Rolle gespielt. Kompliment an den VfL Schildesche für die Ausrichtung.“
Bielefeld: Hallenturnier beim VfL Schildesche
Für den TuS Jöllenbeck kam der Turniersieg schon ein wenig überraschend. Trainer Aziz Akpinar sagte: „Ich habe nach den Leistungen bei der Stadtmeisterschaft und beim Turnier in Heepen absolut nicht mit einem Turniersieg gerechnet. Aber wir haben es defensiv mit Leidenschaft und offensiv teilweise unkonventionell gelöst. Mit zunehmender Turnierdauer haben wir es zudem auch wirklich ernst genommen und wir hatten von Spiel zu Spiel einen besseren Fokus.“
„Lupfer waren überragend“
Für Tim Milse freute sich Akpinar diebisch. „Der Lupfer war natürlich überragend, aber auch die weiteren Tore, die Tim gemacht hat, konnte man sich gut anschauen. Insgesamt bin ich total glücklich, dass wir gewonnen haben und ich finde auch, dass man einen Sieg durchaus ein bisschen feiern darf.“Enttäuscht über das eigene Abschneiden war Gastgeber-Trainer Jan Barkowski. Im Vorfeld hatte er gefordert, dass seine Mannschaft besser abschneidet als bei der Stadtmeisterschaft. Dort schied der VfL nach der Vorrunde aus. Doch auch beim eigenen Turnier taten seine Spieler ihm nicht den Gefallen des Weiterkommens. Ein Sieg in vier Spielen bedeutete auch am Samstag wieder das Aus nach der Gruppenphase. Barkowski: „Es ist schon etwas ärgerlich, dass wir in drei von vier Spielen nicht ein einziges Tor geschossen haben. Und das, wo es die großen Tore waren.“ Immerhin gegen den TuS Ost siegte der VfL 2:1 und stellte damit unter Beweis, dass er doch Tore schießen kann. „Es war ein schöner Samstag, wir hatten alle viel Spaß, gute Schiris und ich würde sagen, es war rundum gelungen“, bilanzierte Barkowski.