Der VfB Stuttgart hat den 34. Junior-Cup im Sindelfinger Glaspalast nicht gewonnen. Foto: Baumann/Julia Rahn
Der 34. Mercedes-Benz Junior-Cup ist Geschichte – und er hat ein tragisches Ende genommen. Der VfB Stuttgart wird Zweiter.
Wer gedacht hatte, dass es bei einem Turnier, das seit 1990 nahezu ununterbrochen stattfindet, eigentlich schon alles gegeben haben muss, der sah sich im Sindelfinger Glaspalast dieser Tage getäuscht. Denn der VfB Stuttgart hat die 34. Auflage des traditionsreichen Mercedes-Benz Junior-Cup dominiert und war damit auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung. Noch nie zuvor hatte ein Club den Cup dreimal hintereinander gewonnen. Der Mannschaft von Trainer Tobias Rathgeb gelang dies auch nicht, die VfB U19 verpasste somit den historischen Erfolg und unterlag im Finale dem FC Basel klar mit 1:4..
Schon von den ersten Spielminuten des Turniers an war ersichtlich, dass der Weg zum Titel nur über Stuttgart führen würde. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss und stürmte mit fünf Siegen in Folge und einem Torverhältnis von 19:6 in das Halbfinale. Weder die deutschen Teams aus Köln, Leverkusen und München, noch die internationale Konkurrenz aus Sao Paulo, Odense und Wien konnte den Schwaben das Wasser reichen.
Basel im Finale clever
„Es macht einfach großen Spaß vor der Kulisse. Jetzt noch zwei Siege und wir haben das Ding“, formulierte VfB-Kapitän Matthaios Tsikgas vor dem Halbfinale gegen die Dänen das simple Ziel für den Sonntagnachmittag. Im Halbfinale machte die Mannschaft mit Odense kurzen Prozess, siegte erstmals ohne Gegentor mit 2:0 und machte das Finale klar. Im zweiten Semifinale setzte sich Basel gegen Wien durch.
Am Ende setzte sich der FC Basel durch. Foto: Baumann/Julia Rahn
Und die Schweizer gingen das Finale clever an, warteten auf Fehler der Stuttgarter. Die gab es. Dem zuvor starken VfB-Keeper Ioannis Kechlimparis unterliefen zwei Patzer, dazu bekam Basel einen Strafstoß zugesprochen – am Ende wurde es deutlich für den Nachwuchs des FCB. „Wir wollten das Turnier mit allem, was wir haben, gewinnen. Das ist uns nicht gelungen. Basel hat das gut gemacht und verdient gewonnen, wir gratulieren“ zollte VfB-Coach Tobias Rathgeb dem Gegner Respekt. Vergaß aber auch nicht, seine Mannschaft zu loben. „Meine Jungs haben offensiv und defensiv das umgesetzt, was wir sehen wollten. Auch wenn es im Finale nicht gereicht hat, war das ein gutes Turnier von uns“, so Rathgeb weiter.
Für seine Mannschaft geht es nach kurzer Pause in wenigen Tagen weiter nach Odense, dort steht ein weiteres Turnier an, dass der VfB im Rahmen seiner Vorbereitung absolvieren wird. Anfang Februar wartet dann das erste Pflichtspiel in der Junioren-Nachwuchsrunde auf die Mannschaft.