Verpflichtungen möglich
Hessische Städte suchen noch Tausende Wahlhelfer
11.01.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann gibt seine Wahlunterlagen ab (Archivbild): In Hessen wird am 15. März gewählt. (Quelle: Imago/Patrick Scheiber)
In Hessen fehlen kurz vor den Kommunalwahlen noch viele Wahlhelfer. Während manche Städte optimistisch bleiben, planen andere bereits mit Verpflichtungen.
Rund zwei Monate vor den Kommunalwahlen am 15. März in Hessen suchen viele Städte und Gemeinden noch zahlreiche Wahlhelfer. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, sind insbesondere in größeren Städten längst nicht alle Positionen für die Stimmabgabe und die Auszählung besetzt. Alleine dort würden noch Tausende Helfer benötigt. Während einige Kommunen ausschließlich auf freiwillige Helfer setzen, bereiten sich andere bereits auf mögliche Berufungen von Wahlhelfern vor.
Aus Fulda heißt es etwa: „Für die Durchführung der gesamten Kommunalwahl am Wahltag sowie an den darauffolgenden Tagen werden rund 1.500 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt. Da dieser Bedarf voraussichtlich durch freiwillige Meldungen allein nicht gedeckt werden kann, ist es erforderlich, zusätzlich Wahlberechtigte sowie Personen, die bereits bei vergangenen Wahlen unterstützt haben, zur Übernahme dieses Wahlehrenamtes zu berufen.“
In Gießen setzt die Stadt nach eigenen Angaben weiterhin auf Freiwilligkeit. Bei der vergangenen Kommunalwahl sei jedoch die sogenannte Behördenklausel angewandt worden, nach der die Kreisverwaltung die in Gießen wohnenden Mitarbeitenden mitteilte. Auch in Frankfurt seien von der letzten Kommunalwahl keine nennenswerten Verpflichtungen bekannt. „Unter den rund 7.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer befinden sich rund 4.000 Personen, die wir aus der Frankfurter Stadtverwaltung rekrutieren.“
In Darmstadt wurden bei der Kommunalwahl 2021 hingegen auch Verpflichtungen ausgesprochen. „Bei der Kommunalwahl 2021 waren 1.159 Wahlhelfer freiwillig im Einsatz und zirka 150 Personen wurden zum Wahldienst verpflichtet“, teilte die Stadt mit. Für die kommende Wahl werden dort rund 1.400 Helfer benötigt. In Kassel fehlen noch etwa 100 Wahlhelfende. In Hanau werden nach Angaben der Stadt rund 800 Wahlhelfer gesucht, bislang hätten sich etwa 140 Freiwillige gemeldet.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden benötigt rund 2.200 Wahlhelfer. Rund 1.700 Personen haben sich nach Angaben der Stadt bislang freiwillig für das Ehrenamt am Wahltag gemeldet. Bei der vergangenen Kommunalwahl sei niemand verpflichtet worden. „Es wurde eine Zufallsauswahl unter allen Wahlberechtigten durchgeführt. Es wurden dann nur Personen berücksichtigt, die sich positiv zurückgemeldet hatten“, heißt es.
Bei den Kommunalwahlen werden die Mandate in den 21 Kreistagen sowie in den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden vergeben. Zudem finden am 15. März die Wahlen der Ausländerbeiräte sowie rund ein Dutzend Bürgermeisterwahlen statt. Wahlberechtigt sind EU-Bürgerinnen und -Bürger ab 18 Jahren. Die finanzielle Entschädigung für Wahlhelfer ist je nach Kommune unterschiedlich geregelt.
