Für die kommenden beiden Heimspiele des VfB gibt es noch Karten – auch für Nicht-Mitglieder. Foto: Baumann/Volker Mueller
Ein attraktiver Gegner, ein formstarker VfB – dennoch gibt es noch knapp 1500 Karten im freien Verkauf für das Eintracht-Heimspiel. Ein anhaltender Zustand dürfte das nicht bleiben.
Ganz egal, gegen wen es ging oder wo der VfB Stuttgart gerade lag: Eine Konstante zog sich in dieser Saison durch alle Partien des Bundesligisten vor eigenem Publikum: Der Heimbereich war stets ausverkauft, oft schon lange im Vorfeld während des Mitgliederverkaufs. Aber: Ob das so bleibt, ist zumindest offen. Für die kommenden beiden Partien gegen Eintracht Frankfurt am Dienstag (18.30 Uhr/Liveticker) und Union Berlin am Sonntag (15.30 Uhr) gibt es noch Tickets. Und das für alle Fans.
Schon am vergangenen Donnerstag schaltete der Club für diese beiden Spiele einen Vorverkauf auch für Nicht-Mitglieder frei, weg sind die Karten bislang noch nicht vollständig. Vor allem in den Blöcken im Unterrang der Gegengerade direkt neben dem Gästebereich stehen für das Eintracht-Spiel noch Tickets zur Verfügung, auch nebeneinanderliegende. Wie der VfB auf Nachfrage mitteilt, sind für die Partie in Summe noch knapp 1500 Karten zu haben.
Weshalb das so ist? An der Attraktivität des Gegners kann es im Fall der Frankfurter nicht liegen, die in dieser Saison für ereignis- sowie torreiche Partien stehen und sowohl viele Treffer schießen (33) als auch kassieren (ebenfalls 33). Zudem besteht zwischen beiden Vereinen eine gesunde Rivalität – tabellarisch sowie mit Blick auf die Fanlager. Auch die Preise bewegen sich auf einem Niveau, das in der ersten Saisonhälfte für Gegner dieser Größenordnung üblich war: Das teuerste Ticket der ersten Kategorie kostet 90 Euro, besagte Plätze am Rand der Gegengerade 70 Euro.
Der Spieltermin gegen die Eintracht spielt eine Rolle
Der Blick zurück aber zeigt: Eine etwas geringere Nachfrage ist im kalten Januar ein gängiges Phänomen, auch im Vorjahr gab es zum Beispiel für das Spiel gegen RB Leipzig zu dieser Zeit einen freien Verkauf. Hinzu kommen die besonders unwirtlichen und eisigen Wetterverhältnisse in diesen Tagen – und im Fall der Eintracht-Partie der Spieltermin unter der Woche, wobei die Deutsche Fußball-Liga (DFL) das Spiel obendrein auf das frühe Zeitfenster um 18.30 Uhr ansetzte, womit eine rechtzeitige Anreise durch den Berufsverkehr für viele Fans zur Herausforderung wird.
Sie ist immer voll besetzt, unabhängig von Gegnern und Terminen: die Cannstatter Kurve mit dem harten Kern der VfB-Fans. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Dass der Spieltermin eine relevante Rolle spielt, legt auch der Stand des Vorverkaufs für das übernächste Heimspiel nahe: Für das Duell am kommenden Wochenende mit Union Berlin – gegen das es in der jüngeren Vergangenheit auch mal zähe und ereignisarme Spiele gab – stehen bereits jetzt deutlich weniger Karten als für jenes gegen die Frankfurter zur Verfügung: Rund 500 Plätze sind es noch.
So bietet sich in diesen Tagen eine wohl seltene Chance für Nicht-Mitglieder zum Kartenkauf. Denn in absehbarer Zeit dürfte wie im Vorjahr auch die ohnehin schon große Nachfrage weiter anziehen – und eine englische Woche steht zumindest in der Bundesliga in dieser Saison nicht mehr auf dem Programm.