Hannover. Schnee, Frost und Eisglätte: Der Schneesturm „Elli“ hat am Wochenende erhebliche Behinderungen im Regional- und Fernverkehr in Niedersachsen mit sich gebracht. Aufgrund eingefrorener Weichen und Schneeverwehungen fielen zahlreiche Züge aus und es gab Verspätungen. Am Montagmorgen hat sich die Lage zunächst weitgehend entspannt. Es kommt je nach Strecke jedoch noch zu Verspätungen – und mittlerweile auch wieder zu Ausfällen.
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Der morgendliche Blick auf die Anzeigetafel im hannoverschen Hauptbahnhof zeigte zunächst eine verbesserte Verkehrslage: Die Züge im Nah- und Fernverkehr fuhren wieder weitgehend nach Plan. Das freute vor allem die Pendlerinnen und Pendler, die sich jetzt auf den Weg zur Arbeit machen mussten.
Mittlerweile häufen sich im Fernverkehr aber wieder die Ausfälle – etwa der ICE von Berlin (ab 7.32 Uhr) über Hannover nach Düsseldorf und der ICE von Köln (ab 6.12 Uhr) über Hannover nach Berlin. Auch der IC von Dresden (ab 5.22 Uhr) über Hannover nach Dortmund ist ausgefallen. Außerdem kann die RB 38 nach Buchholz in der Nordheide weiterhin nicht fahren. Und: Die S-Bahn 3 zwischen Hannover und Hildesheim sowie die S5 zwischen dem Flughafen Hannover und Paderborn sind am Morgen gestrichen.
Metronom-Züge fahren wieder
Metronom vermeldet einen „holprigen Start in den Tag“. Fahrgäste sollen daher unbedingt die elektronischen Fahrplanauskünfte prüfen und mehr Zeit einplanen. Der aktuelle Betrieb im Überblick:
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RE2 (Hannover Hbf <> Nordstemmen)
- Der metronom fährt hier mit zwei Enno-Zugteilen.
Schienenersatzverkehr (Nordstemmen <> Banteln)
- Der Ersatzverkehr mit Bussen wegen der Streckensperrung nach einer Zugentgleisung fährt unverändert.
RE2 (Banteln <> Göttingen)
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- Hier fahren der Zug zwischen Göttingen und Banteln. Geringe Verspätungen sind noch möglich.
RE3/RB31 (Hamburg Hbf <> Uelzen <> Hannover (auch RE2))
- Nach größeren Einschränkungen am Morgen hat sich der Verkehr inzwischen wieder stabilisiert. Geringe Verspätungen oder kurzfristige Ausfälle sind dennoch möglich.
RE4/RB41 (Bremen Hbf <> Hamburg Hbf)
- Auch hier hat sich der Verkehr nach anfänglichen Einschränkungen am Morgen wieder stabilisiert. Geringe Verspätungen oder kurzfristige Ausfälle sind dennoch möglich.
Enno-Züge fahren nicht mehr
Die Enno-Regionalzüge hingegen liegen mittlerweile wieder komplett auf Eis. Die RE30-Linie zwischen Hannover und Wolfsburg ist bis auf Weiteres eingestellt. Zuvor war bereits die Strecke des RE50 zwischen Wolfsburg und Hildesheim gesperrt worden.
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„Räumkräfte sind unermüdlich im Einsatz, um die Befahrbarkeit der Strecken wiederherzustellen. Immer wieder gefrierende Weichen sorgen für Verzögerung und einen erheblichen Aufwand. Einsetzender Eisregen in den Regionen entlang der Strecken erschwert die Arbeiten zusätzlich“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.
Fast alle Erixx-Linien zurück auf der Strecke
Bei Erixx hat sich die Lage größtenteils stabilisiert. Die Linien RE10, RB32 und RB47 fahren wieder. Dort kann es allerdings noch weiter zu Verspätungen kommen. Lediglich die Linie RB42/43 zwischen Braunschweig und Bad Harzburg/Golsar ist am Montagmorgen noch nicht wieder auf der Strecke. „Hier rechnen wir erst heute Nachmittag mit einer Betriebsaufnahme“, teilt das Unternehmen mit.
Die Deutsche Bahn (DB) hatte den gesamten Schienenverkehr im Großraum Hannover am Freitagmorgen eingestellt und nahm ihn am Mittag kurzzeitig und stückweise wieder auf. Am Abend folgte jedoch die Rolle rückwärts, die Züge blieben wieder stehen. Erst am Samstagmorgen wurde der Fernverkehr schrittweise wieder aufgenommen – starke Einschränkungen blieben aber.
Zugverkehr in Hannover zwischenzeitlich eingestellt: Mitarbeitende und Fahrzeuge sollten geschützt werden
„Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich“, hieß es am Freitag seitens des Unternehmens. Dies sei notwendig gewesen, um Fahrgäste, Mitarbeitende und Fahrzeuge zu schützen. Die Züge werden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten. Die DB versorgt ihre Fahrgäste vor Ort und hat zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. In Hannover stellt die DB Aufenthaltszüge bereit.
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Die Deutsche Bahn hat die Zugbindung für alle Tickets aufgehoben, die bis einschließlich 7. Januar für Reisen zwischen dem 8. und 12. Januar gekauft wurden. Alle Fahrgäste, die ihre gebuchten Fahrten wegen des Wintersturms „verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen“. Die Karten gelten demnach für die Fahrten zum ursprünglichen Ziel – auch wenn sich die Route ändern sollte.
Regionalverkehr in Niedersachsen: Deutsche Bahn kehrt zur Normalität zurück
Aufgrund von Weichenstörungen und Schneeverwehungen im Zuge des Winterwetters stellte die Bahn ihren Betrieb im Regionalverkehr am Freitag größtenteils ein. Am Montag wurde der Bahnverkehr schrittweise wieder aufgenommen.
Wegen der Wetterlage kommt es aber weiterhin zu Verspätungen und Ausfällen. Die Bahn weiterhin alle Reisenden, ihre Verbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen – entweder auf der Webseite, in der App oder über die telefonische Auskunft unter der kostenlosen, speziell wegen „Elli“ eingerichteten Sturm-Hotline (08000) 99 66 33. Für den Regionalverkehr gibt es zudem die Nummer (0511) 45 90 16 45. Ab Verspätungen von mehr als 60 Minuten am Zielort kann auch eine Entschädigung beantragt werden. Menschen, die dieses Wochenende lieber gar nicht mehr wegfahren wollen, können ihre Tickets zudem ohne Abzüge stornieren.
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Nach Schnee und Eis: S-Bahn Hannover fährt weitestgehend wieder
Auch die S-Bahn Hannover ist seit Freitagmorgen von eingefrorenen Weichen unmittelbar betroffen gewesen. Erst im Verlauf des Samstags konnten die Linien sukzessive wieder starten. Am Montag macht noch die S3 Probleme und fällt weiterhin aus. Busse übernehmen den Abschnitt zwischen Lehrte und Hildesheim. Mittlerweile hat auch die S5 den Betrieb wieder eingestellt.
Bei Üstra in Hannover hat sich die Lage am Montagmorgen etwas entspannt. Folgende Stadtbahnverbindungen werden wieder befahren (Stand Montag, 7 Uhr).
Stadtbahnen (alle Bahnen als Linie E):
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- Linie 2: Alte Heide – Peiner Straße
- Linie 7: Wettbergen – Noltemeyerbrücke
- Linie 4: Roderbruch – Freudenthalstraße, ab dort Weiterfahrt bis Stöcken
- Linie 12: Hauptbahnhof – Ahlem
- Eingestellt: Die Linien 1, 3, 5, 6, 8, 9, 10, 11, 13 und 17 fahren nicht.
Auch fast alle Buslinien werden in Hannover wieder bedient. Lediglich folgende Linien entfallen: 301, 381, 383, 534, 701. Die SprintH-Linien fahren seit Sonntag wieder. Der Sprinti-Betrieb ist weiter eingestellt.
Diese Meldung wird aktualisiert.
HAZ