Havanna/Washington – Kubas Machthaber Miguel Díaz-Canel reagiert deutlich auf Drohungen der USA gegen den karibischen Inselstaat! Die Kubaner seien „bereit, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen“.
Nach der Intervention in Venezuela drängt US-Präsident Donald Trump Kuba zu einem Abkommen mit den USA. Er warnte am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social, der Inselstaat werde künftig kein Öl und kein Geld mehr aus Venezuela erhalten, Kubas größtem Öllieferanten. Kuba rate er dringend zu einem Abkommen, bevor es zu spät sei, schrieb Trump.
Doch Trump stößt auf erbitterten Widerstand!
Kubas Machthaber antwortete, die USA hätten keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen. „Kuba greift nicht an – es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen.“ Der Inselstaat sei eine freie und unabhängige Nation, so Díaz-Canel weiter. Er regiert seit 2018 das bitterarme Land, das seit den 1960er Jahren einem US-Handelsembargo unterliegt.
Hintergrund: Nach der Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro durch US-Truppen hat Trump die Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez (56) aufgefordert, venezolanisches Öl in die USA zu liefern – worunter Kuba leiden könnte.
Kuba ist von venezolanischem Erdöl abhängig
Die Importe aus Venezuela machten in Kuba bislang etwa 30 Prozent der ohnehin knappen Ölversorgung aus. Das kommunistische Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, es kommt regelmäßig zu längeren Stromausfällen. Die Stromversorgung beruht der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge zu 83 Prozent auf Öl und zu knapp 13 Prozent auf Erdgas.

US-Präsident Donald Trump (79) hatte Kuba gedroht – der Machthaber des kommunistischen Staates antwortet nun mit einer martialischen Ansage
Foto: UPI/laif
Der US-Geheimdienst CIA ist der Ansicht, dass wichtige Sektoren der kubanischen Wirtschaft, wie Landwirtschaft und Tourismus, durch die häufigen Stromausfälle, Handelssanktionen und andere Probleme stark belastet sind. Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer Unterstützung aus Venezuela könne der kommunistischen Führung erheblich zusetzen.
Und: Trump hat offenbar schon eine Idee, wie ein Wechsel an der Führungsspitze des Landes aussehen könnte: Als Reaktion auf einen (nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlag eines Nutzers auf seiner Plattform Truth Social, man könne doch Außenminister Marco Rubio (54) als neuen Präsidenten Kubas einsetzen, schrieb der US-Präsident: „Klingt gut für mich“.
Die Feindschaft zwischen den USA und Kuba reicht zurück bis zur Revolution von Fidel Castro 1959. Seit Jahrzehnten sanktioniert die Regierung in Washington den Inselstaat.