Nahe der Carolabrücke

Besondere Schneeskulptur weckt Erinnerungen

Aktualisiert am 12.01.2026 – 13:47 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Elbufer am Sonntagabend: Plötzlich steht wieder eine neue Brücke - zumindest im Miniaturformat.Vergrößern des Bildes

Das Elbufer am Sonntagabend: Plötzlich steht eine neue Brücke in Dresden – allerdings aus Schnee. (Quelle: xcitepress/Benedict Bartsch)

Der viele Schnee am Elbufer inspirierte zum Bau einer besonderen Skulptur. Unweit der Carolabrücke steht jetzt eine einzigartige Miniaturbrücke.

Am Elbufer ist am Wochenende eine neue Brücke entstanden – gebaut aus Schnee. Viele Dresdner nutzten die Schneedecke auf den Elbwiesen für Langlauf, bauten Schneemänner oder eben auch eine detailreiche Brückenskulptur – unweit von dort, wo die Carolabrücke ehemals stand.

Das große Bauwerk aus Schnee zeigt drei große Bögen und mehrere kleine runde Öffnungen darüber. Die Brücke zeigt damit Ähnlichkeit mit der Königin-Carola-Brücke von 1895. Diese hatte ebenfalls drei eiserne Strombögen über der Elbe, dazu kamen landseitig mehrere gemauerte Gewölbebögen für die Zufahrten. Die Waffen-SS sprengte die Brücke am 7. Mai 1945, einen Tag vor Kriegsende.

Die 1971 eröffnete Nachfolgerin sah deutlich anders aus: eine flache Spannbetonkonstruktion ohne Bögen. Sie stürzte im September 2024 teilweise ein und wurde komplett abgerissen.

Wie die neue Carolabrücke aussehen wird, steht noch nicht fest. Vier Ingenieurbüros arbeiten derzeit an Entwürfen. Der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Herbst 2026. Eine Petition fordert den Wiederaufbau nach historischem Vorbild – mit Bögen wie bei der Schneeskulptur.

Lange stehen wird die Schnee-Carolabrücke allerdings nicht: Ab Dienstag sollen die Temperaturen wieder konstant über null Grad steigen. Spätenstens am Mittwoch droht Tauwetter.