Halle (dpa) – Nach dem großflächigen Sirenenfehlalarm am Samstag in Halle (Saale) geht die Stadt von einem Angriff auf das System aus. Die Polizei ermittle zu dem Vorfall auf Hochtouren, teilte die Stadt mit. Weder die Stadt noch das Land Sachsen-Anhalt oder der Bund hätten den Alarm demnach ausgelöst. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem externen Angriff ausgegangen werden.
System nach Fehlalarm gesichert
Nach Angaben der Stadt wurden Maßnahmen zur Sicherung des Systems ergriffen. Alle Sirenen im Stadtgebiet seien inzwischen vor äußeren Zugriffen geschützt und weiterhin alarmfähig.
Am Samstag gegen 22.00 Uhr hatten alle betriebsfähigen Alarmsirenen in Halle geheult, eine Gefahrenlage bestand jedoch nicht. Die Stadt war zunächst von einem technischen Defekt ausgegangen.
Webseite nicht erreichbar
Auch die städtische Webseite war am Samstagabend kurzzeitig nicht erreichbar. Für den Ausfall sollen den Angaben nach ungewohnt hohe Zugriffszahlen während des Alarms verantwortlich sein. Ein Angriff auf die Webseite könne mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
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