Margot Friedländer (1921-2025) setzte sich jahrzehntelang für Aussöhnung und Menschlichkeit ein und war Anfang Mai 2025 im Alter von 103 Jahren in Berlin gestorben. Sie stammte aus einer jüdischen Familie und wurde von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 ging sie mit ihrem Mann ins Exil in die USA.

Erst mit 88 Jahren zog Margot Friedländer zurück nach Berlin und erzählte ihre Geschichte als Zeitzeugin unter anderem in Schulen. Das tat sie auch in dem Berliner Gymnasium, das bald ihren Namen tragen wird. „Margot Friedländer hat seit 2011 regelmäßig mit unseren Schülerinnen und Schülern über den Holocaust und ihre persönliche Lebensgeschichte gesprochen“, sagte Schulleiter Rußbült.

Friedländers eindringlichster Appell gegen Ende ihres Lebens war: „Seid Menschen.“ Beigesetzt ist die Berliner Ehrenbürgerin auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee.

Auch der Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus soll nach Friedländer benannt werden. Spätestens zum ersten Todestag am 9. Mai soll das Landesparlament dann die Adresse Margot-Friedländer-Platz 1 haben.