
Stand: 12.01.2026 19:39 Uhr
Am Amtsgericht in Hannover beginnt am Dienstag der Prozess gegen einen 27-jährigen Mann. Ihm wird Betrug mit Corona-Tests vorgeworfen. Der Mann soll insgesamt fast 900.000 Euro zu viel abgerechnet haben.
Der 27-Jährige hat nach Angaben des Gerichts Teststationen in Ledeburg und Groß-Buchholz sowie drei mobile Teststationen in Hannover, Seelze und Laatzen betrieben. Im Zeitraum von März 2022 bis Oktober 2022 soll er gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) fast 100.000 Schnelltests abgerechnet haben – eine völlig überhöhte Anzahl, wie das Gericht mitteilte.
Vorwurf: Gewerbsmäßiger Betrug
Er habe dafür Geld in Höhe von knapp 970.000 Euro bekommen – wobei ein Großteil, nämlich mindestens 877.000 Euro, zu viel abgerechnet und ausbezahlt wurden. Die Zentralstelle für Korruptionsstrafverfahren der Staatsanwaltschaft wirft ihm gewerbsmäßigen Betrug vor. Dem 27-Jährigen droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Zu der Verhandlung werden zwei Zeugen geladen.

Ihm wird vorgeworfen, Zehntausende Tests abgerechnet, aber nicht in seiner Teststelle in Braunschweig vorgenommen zu haben.

Ein Unternernehmen aus Lüneburg soll Masken falsch deklariert haben. Laut Staatsanwaltschaft ist der Vorwurf entkräftet.

Der 35-Jährige aus Hannover soll sieben Millionen Euro mit falschen Testzentren ergaunert haben. Ein Komplize muss auch in Haft.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.01.2026 | 15:00 Uhr
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