Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland will mit Oreschnik-Rakete wichtiges Ziel getroffen haben

Aktualisiert am 12.01.2026 – 17:40 UhrLesedauer: 4 Min.

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Ein russisches Oreschnik-Raketensystem während eines Trainings in Belarus (Archivbild): Damit hat Russland am vergangenen Freitag im Westen der Ukraine angegriffen. (Quelle: -/dpa)

Moskau äußert sich zum Oreschnik-Angriff auf die Westukraine. Russland greift einen britischen Minister an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Bei ihrem Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik in der westlichen Ukraine am vergangenen Freitag haben die russischen Streitkräfte nach Angaben aus Moskau eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in Lwiw getroffen. „In der Nacht zum 9. Januar wurde das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw durch das mobile bodengestützte Raketensystem Oreschnik außer Betrieb gesetzt“, behauptete das russische Verteidigungsministerium am Montag.

Es war das erste Mal, dass Moskau konkrete Angaben zum Ziel des Oreschnik-Angriffs vom Freitag machte. Die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe lehnte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP einen Kommentar zu den Moskauer Angaben ab.

Das Interesse an russischen Rüstungsgütern im Ausland ist nach Angaben aus Moskau auf Rekordniveau. „Bis 2022 lag der maximale Auftragswert bei 55 Milliarden Dollar. Heute haben wir mit 70 Milliarden Dollar an schon unterschriebenen Verträgen einen Rekord“, sagte Vizeregierungschef Denis Manturow bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin. Manturow führte das auch auf den 2022 von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine zurück. „Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst“, sagte er. Als militärische Spezialoperation bezeichnen russische Offizielle den Krieg.

Besonders gefragt seien russische Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer, sagte Manturow. Allerdings hat das Auftragshoch auch eine Kehrseite. Erst im Dezember hatte Manturow nämlich eingeräumt, dass Exportaufträge hinter der Nachfrage der russischen Armee nach neuen Waffen anstehen müssten, also nur mit Verspätung abgearbeitet werden.

Russland hat offenbar eine neue Version der Shahed-Drohne „Geran-2“ entwickelt, die gleichzeitig Luft- und Bodenziele angreifen kann. Laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) kann die Drohne zur gleichen Zeit ein Luftverteidigungssystem und einen konventionellen Sprengkopf tragen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Russland hat mit einer Beleidigung auf den Wunsch eines britischen Ministers reagiert, Wladimir Putin zu entführen. Verteidigungsminister John Healey hatte am Freitag auf die Frage, welchen Staatschef er entführen würde, wenn er die Gelegenheit dazu hätte, geantwortet: „Ich würde Putin in Gewahrsam nehmen und ihn für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen.“ Er verwies dabei auf „das, was ich bei einem meiner ersten Besuche in der Ukraine in Bucha gesehen habe“ und „die Entführung einiger ukrainischer Kinder, die ich in Irpin getroffen habe“.