Ausstellung hochwasser kob 1ZZZHochwasser zum Jahreswechsel 1882/83, nachkolorierte Aufnahme von Edigheim, Frankenthaler Straße (heute Oppauer Straße), Bildrechte: Stadtarchiv LudwigshafenLudwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Das Karl-Otto-Braun-Museum im Rathaus Oppau, Edigheimer Straße 34, zeigt vom 18. Januar bis 29. März 2026 die Ausstellung „Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasser-katastrophe“. Die Schau ist eine Kooperation des Fördervereins des Heimatmuseums mit dem Stadtmuseum Ludwigshafen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit diesen Fragestellungen: Wie veränderte sich der Rhein im Laufe der Zeit und welche Auswirkungen hatte die Flussbegradigung im 19. Jahrhundert durch Johann Gottfried Tulla? Was ist Hochwasser und welche Arten gibt es? Wie schützten sich die Menschen früher vor Überschwemmungen, wie heute? Und welche Maßnahmen gibt es für Ludwigshafen?
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die lokale Hochwasserkatastrophe zum Jahreswechsel 1882/1883:
In Oppau brach in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 1882 der Damm am Rhein. Auch andere Ortschaften in der Region wurden zerstört; zahlreiche Menschen verloren ihr Zuhause. Zusätzlich kenterte am 2. Januar 1883 ein Rettungsboot und über 30 Menschen ertranken. Eigens für die Ausstellung neu aufbereitete historische Fotografien aus den Jahren 1882/83 ermöglichen einen berührenden Einblick in das Ausmaß der Zerstörung. Auch mittels Kartenmaterial aus verschiedenen Epochen, Medienstationen sowie allgemeinverständlichen Informations-texten zu diversen Aspekten rund um Hochwasser damals und heute wird die Dringlichkeit des Themas als wichtige Aufgabe der Gegenwart ins Bewusstsein gerückt. Die Ausstellung wurde gefördert von der Stiftung der ehemaligen Stadtsparkasse Ludwigshafen. Kuratiert wird „Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasser-katastrophe“ von der Umwelthistorikerin und wissenschaftlichen Volontärin am Stadtmuseum, Lena Simon. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 18. Januar 2026, um 14 Uhr. Grußworte sprechen Ortsvorsteher Frank Meier und Lena Simon. Eröffnet wird die Ausstellung von der ersten Vorsitzenden des Fördervereins des Karl-Otto-Braun-Museums, Sigrid Kern. Um 15 Uhr schließt sich ein Festvortrag von Dr. Klaus-Jürgen Becker, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs, an, der über Oppau und Edigheim in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts referiert. Gäste sind zu einem Umtrunk eingeladen. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von Christopher Kern. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, das zwei Vorträge, zwei Exkursionen, einen Kinderworkshop, eine Kuratorinnenführung und eine Finissage umfasst. Das Karl-Otto-Braun-Museum ist sonntags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderöffnungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Der Eintritt in die Ausstellung und zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. Das Karl-Otto-Braun-Museum ist nicht barrierefrei.

Begleitprogramm:
Sonntag, 1. Februar 2026, 15 Uhr: Vortrag
Hochwasser- und Starkregenvorsorge der Stadt Ludwigshafen
Rainer Ritthaler leitet seit 24 Jahren den Bereich Umwelt und Klima der Stadtverwaltung Ludwigshafen. An diesem Nachmittag berichtet er Wissenswertes über die Hochwasser- und Starkregenvorsorge der Stadt Ludwigshafen und nennt Möglichkeiten, selbst als Bürgerinnen und Bürger aktiv zu werden. Mit offener Fragerunde und geselligem Umtrunk im Anschluss. Ort: Vortragssaal des Karl-Otto-Braun-Museums/Oppauer Rathauses, 1. OG

Sonntag, 1. März 2026, 15 Uhr: Vortrag
Katastrophenschutz ist unsere Arbeit: das Technische Hilfswerk (THW)
Patrick Weiß ist langjähriges Mitglied im THW-Ortsverband Ludwigshafen. Er war bereits auf vielen Einsätzen im In- und Ausland. Auch im Ahrtal hat er nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 beim Wiederaufbau geholfen. Patrick Weiß informiert an diesem Nachmittag über die Arbeit des Technischen Hilfswerks und zeigt auf, wieso es Spaß macht sich ehrenamtlich im THW zu engagieren. Das THW ist eine Bundesbehörde des Innenministeriums, die zu 99 Prozent aus Ehrenamtlichen besteht.
Mit offener Fragerunde und geselligem Umtrunk im Anschluss. Ort: Vortragssaal des Karl-Otto-Braun-Museums/Oppauer Rathauses, 1. OG

Samstag, 14. März 2026, 12 Uhr: Exkursion
Das Haus „Leben am Strom“ in Neupotz – Führung mit Kaffee & Kuchen
Das Haus „Leben am Strom“ ist ein Rheinauen- und Hochwasserschutz-Informationszentrum der Pfälzer Verbands-gemeinde Jockgrim. Besucher*innen erfahren dort alles über die Entwicklung des Hochwasserschutzes sowie die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Wir durchwandern dabei auch die Geschichte des Fischer- und Arbeiterdorfes Neupotz – immer unter dem Aspekt des Hochwasserschutzes. Kostenlose Führung, abschließend Kaffee und Kuchen in der angrenzenden „Polderscheune“.
Eigenständige Anreise, Treffpunkt ist um 11.45 Uhr am Eingang des Gebäudes. Weitere Infos unter www.leben-am-strom.de. Adresse: Haus Leben am Strom, Hauptstraße 4, 76777 Neupotz. Parkplätze befinden sich im Ort, bitte nicht im Hof des Museums parken. Die Teilnahme ist auf 20 Personen begrenzt, um Anmeldung bis 7. März per E-Mail an lena.simon@ludwigshafen.de oder unter Telefon 0621 504-2580 wird gebeten.

Samstag, 21. März 2026, 14 Uhr: Exkursion
Geht die Pegeluhr richtig? Auf Entdeckungstour über die Parkinsel mit den „Auwäldlern“
Woher kommt das Trinkwasser von Ludwigshafen? Was ist und wer misst die Pegeluhr? Und was hat es mit dem Rhein noch so alles auf sich? Bei einem spannenden Spaziergang über die Parkinsel erfahren Teilnehmende Wissenswertes über die lokale Trinkwassergewinnung, die ökologische Bedeutung des noch erhaltenen Auwalds für die Region und die Besonderheiten dieses mächtigen Flusses. Treffpunkt: Auf dem Parkplatz vor der Pegeluhr Die Teilnahme ist kostenlos. Die „Auwäldler“ sind eine Gruppe zertifizierter Natur- und Landschaftsführer in den Pfälzer Rheinaue die seit 2014 besteht, freuen sich jedoch über Spenden für ihre Arbeit. Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail an 3Auwald@gmail.com oder unter der Telefonnummer 06233 30 04 10 9.

Sonntag, 29. März 2026,15 Uhr bis 17 Uhr: Kinderworkshop
„Auf den Spuren des geheimnisvollen Rheingolds“, Führung und musikalische Finissage
Zusammen mit Dr. Regina Heilmann lernen Kinder das Nibelungenlied und den geheimnisvollen Mythos vom bis heute verschollenen Rheingold kennen. Zum Schluss bekommen alle ein Buch über das Thema geschenkt. (Dauer: 15 bis 16 Uhr, Altersempfehlung: acht bis elf Jahre).Erwachsene Begleitpersonen können währenddessen letztmalig an einer Führung durch Ausstellungskuratorin und Projektleiterin Lena Simon M.A. teilnehmen.Ab 16 Uhr wird das Ende der Ausstellungslaufzeit bei Liedern zum Thema „Rhein“ und einem geselligen Umtrunk gefeiert.

Während der Öffnungszeiten ist das Museum telefonisch erreichbar unter 0621 504-2573. Informationen gibt es im Internet unter www.ludwigshafen.de.

Quelle: Stadt Ludwigshafen

Zuletzt aktualisiert am 12. Januar 2026, 22:52