Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Hochschulen, Kliniken und der Verwaltung in Leipzig zum Warnstreik aufgerufen. Die Mitarbeitenden sollen am Dienstag die Arbeit niederlegen. Verdi reagiert damit nach eigenen Angaben auf die erste Tarif-Verhandlungsrunde mit den Ländern. Diese hätten kein Angebot vorgelegt.
In einer Stellungnahme hatte Andreas Dressel, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), bereits im November mitgeteilt, dass die geforderte Lohnerhöhung aus Sicht der Arbeitgebervertreter nicht in die Zeit passe und bei einer Inflationsrate von 2 Prozent völlig überzogen sei.
Mehr Geld und besserer Berufseinstieg
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten sieben Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Sebastian Viecenz MDR SACHSEN. Für Berufseinsteiger fordert die Gewerkschaft höhere Ausbildungsvergütungen und sichere Übernahmen. Den Angaben zufolge wurden auch studentische Beschäftigte aufgerufen, sich anzuschließen. Für sie werde ein eigener Tarifvertrag gefordert.
Die Kundgebung beginnt um neun Uhr im Ring-Café. Inwiefern es zu Einschränkungen bei Kliniken, Bürgerämtern oder den Hochschulen kommen wird, ist am Dienstagmorgen noch nicht absehbar.