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Der Schneesturm hat sich beruhigt, doch Glätte bleibt ein Risiko. Besonders im Osten Deutschlands droht am Morgen Glatteisgefahr. Der DWD warnt vor Unwetter.
München – Der Schneesturm über Deutschland hat sich zum Wochenstart gelegt, völlig gebannt ist die Wetter-Gefahr aber bisher nicht. Im Osten Deutschlands und im Erzgebirge müssen sich die Menschen am Dienstagmorgen (13. Januar) auf Glätte einstellen. Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Der DWD warnt von Schwerin über Berlin und Potsdam bis Dresden mit einer „amtlichen Unwetterwarnung“ mit Warnstufe Rot.
Der DWD warnt von der Ostsee bis zum Erzgebirge und in Südostbayern vor Glatteis durch gefrierenden Regen. Auch in anderen Regionen kann es glatt werden. © Armin Weigel/dpa; DWD
Auch im Südosten von Bayern herrscht „Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen“. Auf der A9 bei Bayreuth war es am Abend zuvor wegen Glatteis zu neun Unfällen gekommen. Die Polizei meldete bisher nur Leichtverletzte. Zeitweise musste die Autobahn komplett gesperrt werden.
Wetter in Deutschland: Unfälle durch Glatteis, Notaufnahmen belastet
Auch die A7 musste zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn in Richtung Hamburg zeitweise gesperrt werden, wie ntv berichtete. Bei einer Massenkarambolage mit acht Fahrzeugen wurden vier Menschen verletzt – zwei davon schwer. Die A210 musste ebenfalls wegen Glätteunfällen in Höhe des Autobahnkreuzes Rendsburg in Schleswig-Holstein kurzzeitig gesperrt werden.
Verantwortlich für die Glätte ist Tief „Gunda“, das von Westen her zunächst Schnee und später Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert. Gegen Vormittag soll sich die Lage aber entspannen.
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In Notaufnahmen haben die vielen Glätte-Unfälle für eine hohe Belastung gesorgt. „Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet“, sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der Rheinischen Post. „Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen.“ Nach dem Eisregen soll nun aber ein Wetter-Umschwung folgen. (Quellen: dpa, DWD, ntv) (kas)