Vor zweieinhalb Jahren wird Basketball-Profi Jason George (24) positiv auf Doping getestet. Ihm werden die Drogen Ecstasy und Crystal Meth nachgewiesen!

Jetzt spricht der Akteur der Würzburg Baskets erstmals über die Dopingprobe. Der Flügelspieler gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Ich will nicht als Opfer erscheinen. Aber es war eine Reaktion auf das, was ich erlebt habe, als ich jung war, und auf das, was ich im Profigeschäft erlebt habe.“

Rückblick: George gilt als hoffnungsvolles Talent, wechselt 2018 zu den Basketballern des FC Bayern. 2022 wird er an die Niners Chemnitz ausgeliehen, im Frühjahr 2023 wird er bei einer Dopingprobe positiv auf die Drogen Ecstasy und Crystal Meth getestet. Im Dezember 2024 kassiert er von der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) eine Sperre für zwei Jahre und vier Monate. Die Zeit seit der Suspendierung wird auf die Sperre angerechnet. Seit August 2025 darf George offiziell wieder spielen.

George: „Ich habe nur noch funktioniert“

Der 2,02 Meter große Basketballer, der im Dezember zu den Fitness First Würzburg Baskets wechselte und einen Vertrag bis 2028 erhielt, verlor durch Kälte und Härte die Freude am Spiel. George: „Dass Druck dabei ist, klar. Aber es gab auch unnötigen Druck, leere Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Leider war ich damals leicht zu manipulieren.“

Weiter erklärt er: „Ich habe nur noch funktioniert. Es kam eins nach dem anderen dazu und dann auch noch Drogen.“ Mit Marihuana habe er angefangen, er schien eigenen Angaben zufolge alles unter Kontrolle zu haben. Dann folgte aber die Abhängigkeit. George: „Ich brauchte die Drogen, sie wurden meine Medizin gegen den Schmerz, keinen Spaß mehr zu empfinden beim Basketball.“

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Über die Spuren Crystal Meth, die in seiner Probe gefunden wurden, sagt er: „Bei Folgeproben stellte ich heraus, dass Crystal Meth aufgrund der extrem niedrigen Konzentration in einer anderen Droge in Spuren enthalten sein musste, sehr wahrscheinlich in damit kontaminiertem Kokain, was ich genommen hatte.“

Heute sieht er den positiven Dopingtest als Befreiung: „Es musste was Drastisches passieren. Jetzt weiß ich, dass der positive Test für mich letztlich das Beste war, was passieren konnte.“ Und: „Ich glaube, ich war nicht weit weg von einer Überdosis.“