Reisende stehen vor einer Anzeigetafel der Bahn

AUDIO: Nahverkehr in Niedersachsen läuft wieder – mit Einschränkungen (1 Min)

Stand: 12.01.2026 06:16 Uhr

Der öffentliche Nahverkehr war in Niedersachsen am Sonntag mit Einschränkungen wieder angelaufen. In der Nacht zu Montag zieht von Westen gefrierender Regen ins Land. Die Bahn erwartet kleinere Störungen.

Für Montag rechnet die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben mit kleineren Einschränkungen durch gefrierenden Regen. Von so großen Problemen wie am Freitag oder Samstag durch Sturmtief „Elli“ sei nicht auszugehen, sagte der DB InfraGo-Chef, Philipp Nagl. Allerdings kann eine Eisschicht auf Oberleitungen die Stromabnahme behindern. Auch können Weichen, Signale und Bahnübergänge vereisen. Bei Fahrplanabfragen in ihrer App schrieb die Bahn am Sonntag, sie könne wegen der angekündigten Witterung „zum aktuellen Zeitpunkt keine verlässliche Auskunft zum Fahrplan geben“. Der Zugverkehr werde am Montagmorgen nach Fahrplan starten.

Regionalverkehr läuft eingeschränkt wieder

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden war am Sonntag auf Hauptstrecken wieder angelaufen, allerdings kam es weiterhin zu Zugausfällen und Verspätungen. Zwischen Norddeich/Emden und Hannover verkehrten laut Bahn am Sonntag noch keine Fernzüge. Auch im Regionalverkehr gab es weiterhin Probleme. Die Deutsche Bahn bat Reisende, zu prüfen, ob Reisen verschoben werden können.

Metronom: Zugverkehr bleibt störanfällig

Auch die privaten Bahnbetreiber hatten am Sonntag noch mit den Folgen von Sturmtief „Elli“ zu kämpfen. Der Zugverkehr laufe seit Sonntagvormittag wieder auf allen Strecken, die Lage bleibe aber dynamisch, teilte die private Eisenbahngesellschaft Metronom auf ihrer Internetseite mit. Auch die Verbindung zwischen Hannover und Nordstemmen (RE2) werde wieder bedient. Dort wurde für einen Zug Ersatz beschafft, der wegen einer eingefrorenen Weiche auf einem Abstellgleis steht. Auch auf den Verbindungen Banteln – Göttingen, Hamburg – Uelzen – Hannover und Bremen – Hamburg konnte es weiter zu Verspätungen und vereinzelt zu Zugausfällen kommen.

Drei kleine Schneemänner schmelzen auf einem Stromkasten in Hannover.

Auf Sturmtief „Elli“ folgte „Gunda“: Das Wetter hat am Montag erneut zu Problemen auf den Schienen geführt.

Probleme auch bei Enno und Erixx

Auf der RE50 (Wolfsburg- Braunschweig-Hildesheim) war am Sonntag zunächst kein Betrieb möglich. Dort war laut Betreiber Enno eine Schneefräse im Einsatz. Es gebe große Schneewehen, Eis und eingefrorene Weichen. hieß es. Der RE30 hingegen fahre seit Samstagmittag wieder stabil zwischen Wolfsburg und Hannover. Auch Bahnbetreiber Erixx meldete wegen des Winterwetters weiter Ausfälle zwischen Braunschweig und Bad Harzburg beziehungsweise Goslar.

Nordwestbahn hat Betrieb wieder aufgenommen

Auch im Weser-Ems-Gebiet fuhren seit Sonntagmorgen auf allen Strecken wieder Züge. Dennoch mussten Reisende auch hier mit teils großen Verspätungen rechnen. Wie die Nordwestbahn auf ihrer Internetseite schrieb, wurden auch alle S-Bahn-Strecken wieder bedient, es konnte aber weiter zu Ausfällen kommen.

Bus- und Bahnverkehr in Hannover weiter eingeschränkt

Eine Stadtbahn fährt bei Schnee in Hannover.

Stadtbahnen in Hannover fahren zurzeit nur im Tunnel und zu den nächstgelegenen oberirdischen Haltestellen.

Laut den Verkehrsbetrieben üstra in Hannover fuhren die Stadtbahnen auch am Sonntagabend weiterhin überwiegend im Tunnel und zu den angrenzenden oberirdischen Haltestellen. Das Risiko für Schäden und die Gefahren auf den oberirdischen Strecken sei weiter zu groß, hieß es. Es werde daran gearbeitet, dass weitere Streckenabschnitte freigeben werden können, und dass auch der Busverkehr in der Stadt und im Umland vollständig wieder aufgenommen werden kann. Welche Buslinien fahren, sehen Sie hier.

Ein Grundschüler meldet sich per Handzeichen.

Die Wetterlage hat sich laut Deutschem Wetterdienst größtenteils wieder beruhigt. An zwei Schulen fällt der Unterricht dennoch aus.

Autos fahren am frühen Morgen eine Straße im Zentrum von Hannover entlang, während Schnee den Fahrbahnrand säumt.

Bei Bispingen ist am Morgen ein Lkw in einen Graben gerutscht. Die Schulen kehren zum Präsenzunterricht zurück.

Eis auf einer Straße in Greifswald

In Mecklenburg-Vorpommern gilt die Unwetterwarnung vor gefrierendem Regen noch bis 10 Uhr. Auch anderenorts ist es noch sehr glatt.