Linke Aktivisten haben am Dienstagmorgen nach eigenen Angaben in mehr als 100 U-Bahn-Wagen die Bildschirme des „Berliner Fenster“ abgeklebt.

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Sie wollen mit der Aktion die Ausstrahlung von Nachrichten der Boulevard-Zeitung „B.Z.“ unterbinden. Dafür klebten sie Schilder auf viele hundert Monitore. Wie es in einer Mail der Gruppe an den Tagesspiegel heißt, fand die Aktion im Rahmen der Kampagne „Springer raus aus der BVG“ statt. Es dürfe keine „rechte Hetze“ in der U-Bahn geben.

Auf Instagram sind Fotos und Videos der Aktion zu sehen, von der auch der Tagesspiegel betroffen ist. Seit dem 1. Oktober liefert der Tagesspiegel die überregionalen Nachrichten in diesem Fernsehen der U-Bahn. Zuvor hatte die „Welt“ vom Axel-Springer-Verlag den überregionalen Bereich bespielt. Die „B.Z.“ vom gleichen Verlagshaus schaltet jedoch weiterhin die regionalen Nachrichten. Der „Kicker“ liefert Sportliches hinzu.

Von der BVG lag zunächst keine Bestätigung vor. Laut Polizei sei die Aktion bekannt, bislang wurden nur zwei Wagen mit diesen Schildern bemerkt. Diese konnten problemlos und ohne Rückstände entfernt werden, sagte ein Sprecher. Für eine mögliche Strafverfolgung ist das wichtig, da der Straftatbestand Sachbeschädigung eben eine Beschädigung voraussetzt. Eine Strafanzeige sei noch nicht eingegangen.

Unklar ist, mit welchem Klebe-Material die Plakate auf den Bildschirmen befestigt wurden. Der Sachschaden könnte beträchtlich sein.

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Wie es in der Mail weiter heißt, wurden in sechs Linien der U-Bahn in mehr als hundert Wagen „viele hundert“ Bildschirme beklebt. „Während sich die BVG mit dem Image von Diversität schmückt, steht Springer für die Ausgrenzung von Menschen mit Migrationshintergrund, Queers und Armen“, heißt es in dem Bekennerschreiben.

Gegen die Springer-News läuft seit Jahren eine Kampagne. Eine Online-Petition haben nach Angaben der Gruppe mehr als 25.000 Menschen unterschrieben. „Es ist höchste Zeit, diese Belästigung der Fahrgäste zu beenden. Das kürzliche Ausscheiden der ,Welt’ aus dem Berliner Fenster kann nur ein Anfang sein“, heißt es in dem Schreiben weiter.

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Langfristig wird das U-Bahn-Fernsehen auslaufen, da die neuen Züge der Baureihe J/JK diese Monitore unter der Decke nicht mehr haben.