Eine Pfarrei im Kreis Coesfeld will über Frieden reden und hochrangige Gäste aus Politik, Medien und Medizin kommen. Etwa ein namhafter CDU-Politiker.
Die Pfarrei St. Laurentius in Senden (Kreis Coesfeld) lädt in diesem Jahr erneut zu ihrer Reihe „SonntagsWorte“ ein. Unter dem Motto „Selig, die Frieden stiften“ geben bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Medizin und Kirche ein persönliches Glaubenszeugnis, wie es in einer Ankündigung heißt.
Im Anschluss an die Vesper um 17 Uhr hält an einem Sonntag pro Monat eine Prominente oder ein Prominenter in der St.-Laurentius-Kirche einen Vortrag zum Thema Frieden. Danach gibt es die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen.
Persönliche Glaubenszeugnisse
Das Motto der Veranstaltungen ist bewusst offen gehalten, sagt Oliver Rothe, leitender Pfarrer in St. Laurentius Senden, im Gespräch mit Kirche+Leben. Jeder wähle seinen persönlichen Zugang zum Thema.
„Manchmal sind die Glaubenszeugnisse sehr knapp und es gibt im Anschluss viel Diskussion. Und manchmal sind sie sehr ausführlich und persönlich, sodass die Menschen sehr bewegt davon sind“, erinnert sich Rothe an die Vorträge aus dem vergangenen Jahr.
Journalismus und Kirche
Das Programm für das erste Halbjahr 2026 steht bereits fest. Zum Auftakt am Sonntag, 18. Januar, spricht der Journalist und ehemalige Chefredakteur des ZDF, Peter Frey. Er unterstützt das katholische Hilfswerk Misereor. Am 22. Februar wird Münsters Diözesan-Administrator Antonius Hamers, zugleich Chef des Katholischen Büros in Düsseldorf, über Frieden an der Schnittstelle zwischen Politik und Kirche sprechen.
Die bekannte WDR-Moderatorin Yvonne Willicks ist Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In den Medien positioniert sie sich auch immer wieder zu Glaubensfragen. Sie spricht am 15. März aus journalistischer Perspektive über das Thema Frieden.
Politik und Krisengebiete
Andrea Nahles, Vorsitzende der Bundesanstalt für Arbeit und frühere SPD-Vorsitzende, spricht am 19. April aus ihrer Sicht über Frieden. Im vergangenen Jahr musste sie ihren Vortrag krankheitsbedingt absagen. „Sie hat damals sofort gesagt: ‚Ich will auf jeden Fall wiederkommen‘“, so Rothe. Deshalb habe er sie erneut eingeladen.
Elke Kleuren-Schryvers, Ärztin vom Niederrhein, engagiert sich laut Angaben seit vielen Jahren für Menschen in Westafrika und Syrien. Ihr Vortrag am 17. Mai wird von ihren Erfahrungen aus den Krisengebieten geprägt sein. Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2026 hält Herbert Reul (CDU) am 21. Juni einen Vortrag. Als NRW-Innenminister setzt er sich „für den Erhalt des Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein“, wie es in der Ankündigung heißt.
Eintritt frei
Das Format „SonntagsWorte“ entwickelte die Kirchengemeinde anlässlich des Heiligen Jahres 2025. Im vergangenen Jahr lautete das Motto dementsprechend „Pilger der Hoffnung“. Eigentlich war das Angebot auf ein Jahr begrenzt. „Aber wegen des großen Erfolgs möchten wir es in diesem Jahr fortführen“, sagt Rothe.
Die Pfarrei lädt alle Interessierten zu den Vespern und Vorträgen mit anschließender Diskussion ein. Der Eintritt sei frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.