Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Anklage gegen zwei ukrainische Staatsangehörige erhoben. Ihnen wird Spionage und Agententätigkeit zu Sabotagezwecken vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag mit.
Laut Anklage werden die Ukrainer Daniil B. und Vladyslav T. sowie ein weiterer Mann beschuldigt, Ende März 2025 zwei Pakete mit aktivierten GPS-Trackern von Köln in Richtung Ukraine versandt zu haben. Der Auftrag soll von einem russischen Nachrichtendienst gestammt haben und über Mittelmänner in Mariupol erfolgt sein.
Bundesanwaltschaft: Offenbar Versand von Brandsätzen geplant
Das Ziel war es laut Bundesanwaltschaft, Kenntnisse über die Versandrouten und Transportabläufe des Paketdienstleisters zu gewinnen, um später Brandsätze aufzugeben. Diese sollten sich demnach in Deutschland oder in nicht von Russland besetzten Teilen der Ukraine entzünden.
Gegen die beiden Beschuldigten erfolgte bereits am 23. Dezember 2025 Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart, hieß es. Der dritte Mann, Yevzhen B., wurde im vergangenen Mai in der Schweiz festgenommen und im Dezember nach Deutschland ausgeliefert. Auch gegen ihn soll laut Mitteilung zeitnah Anklage erhoben werden.