Die Zukunft der Flugverbindung Dresden–München war lange ungewiss, jetzt ist klar: Lufthansa wird die Strecke auch im Sommer 2026 weiter anbieten. Dafür greift der Freistaat Sachsen tief in die Tasche. Wie MDR SACHSEN aus Wirtschaftskreisen erfahren hat, soll er rund 1,2 Millionen Euro an die Mitteldeutsche Flughafen AG gezahlt haben. Diese hat den Betrag auf Anfrage bestätigt, betont aber, dass er nur für sogenannte hoheitliche Aufgaben gedacht ist. Darunter fällt etwa der Betrieb der Flughafenfeuerwehr.
Ziel der Zahlungen sei es, die Verhandlungen mit Lufthansa sichern. Lufthansa bestätigte MDR SACHSEN, dass die Vereinbarung weiter zu fliegen nicht zeitlich begrenzt ist. Nach MDR-Informationen ist das Geld in sogenannte Incentives – also Anreize – geflossen. So erhalten Streckenbetreiber wie die Lufthansa Nachlässe bei bestimmten Flughafen-Dienstleistungen. Die Mitteldeutsche Flughafen AG betätigte, dass Airlines Unterstützungsleistungen erhalten – alerdings nicht, wofür genau.
Die Mitteldeutsche Flughafen AG betreibt zwei Flughäfen in Dresden und Leipzig/Halle in zwei Bundesländern. Größter Anteilseigner ist Sachsen, zweitgrößter Anteilseigner Sachsen-Anhalt. Immer wieder gibt es Konflikte zwischen den Bundesländern. Im Dezember 2025 kritisierte Sachsen-Anhalt, man wolle nicht länger für den Flughafen Dresden aufkommen.
Die jetzige Ruhe im Streit hat offenbar ebenfalls ihren Preis: Sachsen zahlt alleine für die Verluste des Flughafens Dresden rund 75 Millionen Euro für 2027 bis 2029. Für den Flughafen Leipzig sei geplant, ab 2030 ohne staatliche Stütze wirtschaften zu können.
Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | Radioreport | 13. Januar 2026 | 13:00 Uhr