Die Münchner Kriminalpolizei hat am Montagabend einen 32-Jährigen festgenommen, der im Verdacht steht, am Samstagmittag einen zwei Jahre älteren Mann mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben. Das Motiv der Tat ist noch nicht abschließend geklärt. Nach ersten Erkenntnissen des für Tötungsdelikte zuständigen Polizei-Kommissariats 11 sei zuvor eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern eskaliert. Die Ermittlungen zu den Hintergründen sowie zum genauen Tatablauf dauern noch an.
Die Münchner Polizei war am Samstag gegen 14.30 Uhr verständigt worden, weil in einem Krankenhaus ein Mann mit mehreren Stichverletzungen im Oberkörper vorstellig geworden sei. Der Mann befand sich nach Polizeiangaben in akuter Lebensgefahr, weshalb das umgangssprachlich als Mordkommission bekannte Kommissariat 11 umgehend die Ermittlungen übernahm.
Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Verletzten um einen 34 Jahre alten Polen, der in München wohnt. Er habe sich gegen 13.30 Uhr in der Lerchenau mit einem 32 Jahre alten Landsmann getroffen, der ebenfalls in München wohnhaft ist. Im Verlauf der Verabredung sei es dann zum Streit gekommen, und der Jüngere habe mit dem Messer auf den Älteren eingestochen. Wie es der Schwerverletzte anschließend schaffte, vom Ort des Geschehens zu flüchten und noch selbständig ins nächstgelegene Krankenhaus zu gelangen, ist unbekannt.
Die Beamten ermittelten allerdings schnell den 32-Jährigen als Tatverdächtigen und erwirkten einen Haftbefehl. Der Mann war bereits aktenkundig wegen einer früheren Körperverletzung. Mit Hilfe von Zielfahndern wurde er schließlich lokalisiert; Polizisten des Unterstützungskommandos nahmen ihn am Montag gegen 18.30 Uhr in der Nähe seiner Wohnung widerstandslos fest.