Ein Tagestrip der etwas anderen Art. Eigentlich war die Rückreise des Leverkusener Trosses für den Mittwochvormittag geplant. Durch die kurzfristige Spielabsage beim HSV änderten sich allerdings die Pläne. Plötzlich ging es noch am Dienstagabend gegen 21 Uhr von Hamburg zurück nach Köln. Bayers Chartermaschine, die um 11 Uhr in den Norden abgehoben war, stand für den Rückflug bereit.
Die Profis von Leverkusen-Trainer Kasper Hjulmand (53) erfuhren die Nachricht vom Spielausfall beim Snack vor der geplanten Abfahrt im Teamhotel. Danach hieß es: Sachen packen und ab zum Flughafen. Die Bosse Fernando Carro (61) und Simon Rolfes (43) befanden sich da bereits auf dem Weg zum Stadion, um sich mit den HSV-Machern zum traditionellen Essen vor dem Spiel zu treffen. Sportgeschäftsführer Rolfes zu BILD: „Gegen 17.30 Uhr rief uns HSV-Vorstand Eric Huwer an und berichtete uns von der Absage.“

Die Dachkonstruktion der Hamburger Arena wurde genau inspiziert, ehe es zur Absage kam
Foto: WITTERS
Dass das Hinrunden-Finale der Bundesliga für die Werkself ausfiel, „war die richtige Entscheidung“, betont Rolfes. Der Sport-Boss ergänzte: „Natürlich hätten wir gerne gespielt, aber die Sicherheit hat absoluten Vorrang. Es tut uns leid für unsere Fans, die vergeblich nach Hamburg gefahren sind.“
Schick war bereit fürs HSV-Spiel
Aus sportlicher Sicht gab es trotz der Absage eine positive Nachricht für Leverkusen: Stürmer Patrik Schick (29) hatte nach BILD-Informationen am Dienstagvormittag die Reise nach Hamburg mitangetreten und wäre einsatzfähig gewesen. Der tschechische Torjäger hatte zuletzt beim 1:4 gegen den VfB Stuttgart wegen muskulärer Probleme passen müssen.
Wegen Muskelproblemen wäre Axel Tape (18) in Hamburg ausgefallen, beim Franzosen besteht die Hoffnung, dass er fürs Spiel am Samstag bei der TSG Hoffenheim wieder in den Kader zurückkehren kann. Dann dürften auch Ibrahim Maza (20) und Christian Kofane (19), die nach ihren Teilnahmen am Afrika-Cup Mittwoch bei Bayer zurückerwartet werden, wieder bereitstehen.