„Arena in the Meadow“

Neue Konzerthalle am Flughafen geplant: So sieht sie aus

Aktualisiert am 13.01.2026 – 19:39 UhrLesedauer: 3 Min.

Die geplante "Arena in the Meadow" von außen: Londoner Architekten entwarfen die Konzerthalle.Vergrößern des Bildes

Die geplante „Arena in the Meadow“ von außen: Londoner Architekten entwarfen die Konzerthalle. (Quelle: SWMunich Real Estate)

Am Flughafen soll eine Konzerthalle für 20.000 Besucher entstehen. Das 300-Millionen-Euro-Projekt hat nun eine wichtige Hürde genommen. Doch es gibt auch Kritik.

Wer von der Autobahn 92 zum Münchner Flughafen abfährt, erblickt linker Hand die riesige Erdskulptur „Eine Insel für die Zeit“, die der Maler Wilhelm Holderied 1995 geschaffen hat. Darauf folgt an der Bundstraße 301 zunächst ein Feld, dann ein 86.000 Quadratmeter großes Grundstück, das bis auf einige Baumreihen leer steht. Noch.

Doch genau dort, am westlichen Ende des Flughafens und im Süden von Freising, soll schon bald „Deutschlands beste und nachhaltigste Konzertarena“ entstehen. So umschreibt zumindest der Bauprojektentwickler in Freising, die SWMunich Real Estate GmbH, sein umstrittenes Vorhaben. Dieses sieht eine kreisrunde Konzert- und Veranstaltungshalle für bis zu 20.000 Besucherinnen und Besucher vor. Der Name „Arena in the Meadow“ bedeutet auf Deutsch „Arena auf der Wiese“.

Im Jahr 2020 sind die Pläne für diesen circa 300 Millionen Euro teuren Neubau erstmals publik geworden; nun haben die Macher vor wenigen Tagen eine wichtige Hürde genommen. Der Planungsausschuss des Freisinger Stadtrats segnete den Vorentwurf eines Bebauungsplans mit neun zu vier Stimmen ab.

Jetzt ist die Öffentlichkeit gefragt: Ab kommendem Mittwoch, dem 19. März, können die Pläne auf der Webseite der Stadt Freising und im Rathaus eingesehen werden. Bis zum 30. April können Bürger dann ihre Stellungnahmen dazu abgeben.

Bereits im April 2022 hatte sich der Stadtrat in einer Grundsatzentscheidung für eine Konzert- und Kongresshalle an dem Standort ausgesprochen. Der nun getroffene Beschluss sei „der nächste Meilenstein im Planungsverfahren“, heißt es in einer Mitteilung der SWMunich Real Estate. Darin wird Geschäftsführer Lorenz Schmid zitiert: „Mit der Munich Arena wollen wir einen Ort schaffen, auf den die gesamte Region stolz sein kann – ein kulturelles, architektonisches und wirtschaftliches Aushängeschild.“

Geplant ist eine Multifunktionshalle, die bis zu 20.000 Menschen fasst. Auch ein Parkhaus mit knapp 1.500 Plätzen und ein Hotel mit 200 Zimmern gehören zum Vorhaben. Der SWMunich Real Estate, die die Arena bauen und später auch betreiben will, schwebt ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm vor: Neben Kulturveranstaltungen, Sport und TV-Produktionen sollen auch Kongresse und Messen stattfinden. Eingebettet werden soll die Halle in ein „neu gestaltetes, grünes parkähnliches Areal“.

Die Betreiber des Münchner Flughafens, denen das Grundstück gehört, unterstützen das Projekt. Sie haben der Bauherrin den Verkauf des Areals bereits zugesichert. Auch im Freisinger Stadtrat spricht sich eine Mehrheit für den Bau der Arena aus. So freut sich etwa der SPD-Politiker Peter Warlimont auf eine „supermoderne Spielstätte für die ganz großen Pop-, Rock-, Metal-, Hiphop-Künstler dieser Welt, ein kulturelles Highlight auf Freisinger Flur“.