
Stand: 13.01.2026 17:49 Uhr
Vor dem Amtsgericht Hannover ist am Dienstag ein 27-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt worden. Mit gefälschten Corona-Tests soll er fast 900.000 Euro erschlichen haben.
Der 27-Jährige legte am Dienstag ein Geständnis ab. Er sagte, dass ihm der Betrug mit den Corona-Testzentren leid tue und er die Zeit zurückdrehen wolle. Der Richter nahm ihm die Reue jedoch nicht ab. Dafür hätte sich der 27-Jährige mehr zu den Vorwürfen einlassen müssen, so der Richter. Auch eine Ermittlerin und ein Ermittler der Polizei sagten am Dienstag vor Gericht aus. Den Angaben zufolge kam bei den Ermittlungen unter anderem heraus, dass der 27-Jährige für eine Person 65 Tests in einem Monat abgerechnet hatte. Andere seien angeblich innerhalb einer Minute drei Mal getestet worden. Zudem soll der Mann auch falsche Namen und Daten angegeben haben.
Mann muss erbeutetes Geld zurückzahlen
Der 27-Jährige hatte Teststationen in Ledeburg und Groß-Buchholz sowie drei mobile Teststationen in Hannover, Seelze und Laatzen betrieben. Im Zeitraum von März 2022 bis Oktober 2022 soll er gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) fast 100.000 Schnelltests abgerechnet haben, so das Gericht. Er habe dafür Geld in Höhe von knapp 970.000 Euro bekommen – wobei ein Großteil, nämlich mindestens 877.000 Euro, zu viel abgerechnet und ausbezahlt wurde. Zusätzlich zu der Haftstrafe muss der Mann das erbeutete Geld zurückzahlen.

Ihm wird vorgeworfen, Zehntausende Tests abgerechnet, aber nicht in seiner Teststelle in Braunschweig vorgenommen zu haben.

Ein Unternernehmen aus Lüneburg soll Masken falsch deklariert haben. Laut Staatsanwaltschaft ist der Vorwurf entkräftet.

Der 35-Jährige aus Hannover soll sieben Millionen Euro mit falschen Testzentren ergaunert haben. Ein Komplize muss auch in Haft.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.01.2026 | 15:00 Uhr
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