Geständnis im Kokainmafia-Prozess: Staatsanwalt räumt neun Taten ein
Das ist passiert: Es ist eine spektakuläre Wende. Der hannoversche Staatsanwalt Yashar G. (40) hat gestanden, Informationen an die Kokainmafia durchgestochen und dafür Geld bekommen zu haben. Am Dienstag räumte er neun von vierzehn Taten aus der Anklage ein.
Das ist der Hintergrund: Seit Frühjahr 2025 verhandelt die 20. große Strafkammer des Landgerichts Hannover zu dem, was die Staatsanwaltschaft ihrem früheren Kollegen vorwirft: Bestechlichkeit, Geheimnisverrat, Strafvereitelung. Bisher hatte G. die Taten vehement bestritten und sich stattdessen als vorbildlichen und engagierten Ankläger inszeniert.
So geht es weiter: Das Geständnis muss nun auf Plausibilität geprüft werden. Die Kammer sagte G. zu, dass er mindestens 8 Jahre und 2 Monate, aber nicht mehr als 8 Jahre und 9 Monate in Haft muss.