Im März 2022 eröffnete Elon Musk die Gigafactory in Grünheide bei Berlin. Knapp vier Jahre später droht dem Werk ein frühes Aus. Bisher handelt es sich freilich nur um Gerüchte und Spekulationen. Aber die Lage ist ernst.

Tesla: Verkäufe in Deutschland um 50 Prozent gesunken

Teslas E-Auto-Verkäufe in der EU sind 2025 um 40 Prozent eingebrochen. In Deutschland ging es sogar um fast 50 Prozent bergab. Europaweit wurden 2025 nur 235.000 Teslas verkauft, darunter Importe aus China. Einige US-Zoll-bedingte Exporte nach Kanada konnten die Scharte nicht ausbügeln.

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Die auf eine jährliche Produktion von 375.000 Model Y ausgerichtete Gigafactory – einst eigens für die Versorgung des europäischen Marktes errichtet – ist damit bei Weitem nicht ausgelastet. Von den von Musk bei der Eröffnung angekündigten 500.000 und in einer weiteren Ausbaustufe sogar eine Million Fahrzeugen pro Jahr gar nicht zu reden.

Verkaufszahlen auf Vor-Grünheide-Niveau

Noch viel schlimmer ist, dass die Verkaufszahlen in Europa sogar wieder unter jenen von 2022 liegen, als die Gigafactory in Grünheide noch gar nicht vollständig hochgefahren war. Das deutsche Werk ist also derzeit vor allem eine riesige finanzielle Belastung für den US-E-Autobauer.

Das gilt umso mehr, wenn die Nachfrage nicht bald wieder deutlich anzieht. Eine Verkleinerung der Kapazitäten beziehungsweise eine komplette Schließung sei wenig wahrscheinlich, aber zumindest langfristig durchaus im Bereich des Möglichen, wie focus.de schreibt.

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Mehr Einfluss für die IG Metall?

Insbesondere, wenn der dritte Faktor zum Tragen kommt, der derzeit die Tesla-Präsenz in Deutschland zu gefährden scheint: die Gewerkschaftsfrage. Im Februar 2026 finden in Grünheide Betriebsratswahlen statt. Gegenüber dem Handelsblatt warnte Werksleiter André Thierig die Angestellten der Gigafactory davor, der IG Metall mehr Einfluss zu geben.


Cybertruck: Teslas futuristischer E‑Pick-up in Bildern

Sollte die Wahl mehrheitlich Richtung IG Metall ausfallen, könne er sich nicht vorstellen, so Thierig, dass Tesla den Ausbau der Fabrik vorantreiben werde. Mit möglichen Errungenschaften wie einer 35-Stunden-Woche könne Tesla nicht mehr mit der Konkurrenz sowie den chinesischen Tesla-Werken mithalten. Teile der Produktion könnten dann nach China abwandern, so Tesla-Manager Thierig.

Tesla: Gewerkschaft als Sündenbock?

Die Gewerkschaftskarte könnte Elon Musk auf der anderen Seite als dankbares Ausstiegsszenario nutzen, wie Branchenbeobachter Fred Lambert von Electrek mutmaßt. Statt das eigene Versagen einzuräumen könnten Musk und Tesla eine potenzielle Werksschließung dem gestiegenen Einfluss der IG Metall in die Schuhe schieben.

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