Es brauchte tagelange Mammutsitzungen – am Ende hat es sich allerdings gelohnt: Trotz des 80 Millionen Euro großen Einspar-Bergs hat Karlsruhe am 22. Dezember seinen Doppelhaushalt für 2026 und 2027 beschlossen. Dazu hatte es zahlreiche finanzielle Kürzungen gebraucht, auch ist das Leben in Karlsruhe an vielen Stellen teurer geworden. Das betrifft auch Autofahrer.
Denn: Sowohl für Anwohner als auch für Besucher Karlsruhes kommen in der Stadt beim Parken ab sofort höhere Kosten zu. Was sich wo ändert, hier gibt es die Übersicht.
Was ändert sich beim Anwohnerparken?
Über diesen Punkt schieden sich bei den Haushaltsberatungen die Geister der Gemeinderäte: Soll das Anwohnerparken künftig teurer werden – und wenn ja, um wie viel? Nachdem die Entscheidung wegen Unstimmigkeiten sogar verschoben wurde, war am 22. Dezember schließlich klar: Die Erhöhung der Anwohner-Parkgebühren kommt.

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Geht nach Vorstellungen der Grünen im Karlsruher Gemeinderat, sollen Verstöße wie dieser engmaschiger kontrolliert werden. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel
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Geht nach Vorstellungen der Grünen im Karlsruher Gemeinderat, sollen Verstöße wie dieser engmaschiger kontrolliert werden. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel
Statt 180 Euro müssen Bewohner für den entsprechenden Ausweis künftig mit 360 Euro das Doppelte bezahlen. Damit will die Stadt Karlsruhe in den kommenden fünf Jahren jeweils 500.000 Euro einsparen.
Kommen neue Bewohnerparkzonen?
Ein Antrag der Fraktion die Linke schlug während der Haushaltsberatungen vor, die Bewohnerparkzonen im Zuge der Erhöhung des Anwohnerparkens auszuweiten: „Es ist zu befürchten, dass sich durch diese Maßnahme der Parkdruck in den an die Bewohnerparkzonen angrenzenden Straßen erhöhen wird“, schreibt die Fraktion dazu.
Eine Entscheidung gab es allerdings (noch) nicht: Die Stadt gab an, die Ausweitung der Zonen im Rahmen des IQ-Projektes „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -managements“ im Jahr 2026 prüfen zu wollen.
Was ändert sich beim Parken an Parkscheinautomaten?
Auch wer an den zahlreichen Parkscheinautomaten der Fächerstadt parken möchte, muss ab sofort tiefer in die Tasche greifen: Von vier Euro erhöhen sich die Gebühren auf sechs Euro pro Stunde Parkzeit. Mit dieser Entscheidung folgte die Stadt dem Vorschlag der CDU-Fraktion, die Gebühren statt um die geplanten 100 Prozent (8 Euro) nur um 50 Prozent zu erhöhen (6 Euro). 5,25 Millionen Euro Einsparpotenzial hatte sich die Stadt durch die 100-prozentige Erhöhung für die kommenden fünf Jahre erhofft.

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Tilman Pfannkuch (CDU)
Foto: CDU Karlsruhe
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Tilman Pfannkuch (CDU)
Foto: CDU Karlsruhe
„Eine Erhebung von acht Euro die Stunde ist enorm! Das wird Karlsruhes Ruf als Einkaufsstadt, als lebendige, pulsierende Stadt Schaden zufügen“, so CDU-Stadtrat Tilmann Pfannkuch zu der ursprünglichen Beschlussvorlage der Stadtverwaltung.
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Melissa Betsch
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