Kiel. Hinter Alexander Fuchs liegen arbeitsreiche erste Tage: Der 42-Jährige hat sein Team kennengelernt, sich in politischen Gremien bekannt gemacht und ist dabei, die Vereine und Sportstätten in Kiel zu besuchen. Seit Januar 2026 leitet Fuchs das Amt für Sportförderung in der Landeshauptstadt Kiel. Er tritt die Nachfolge von Philip Schüller an, der im Frühjahr aus der Stadtverwaltung zum Städteverband Schleswig-Holstein gewechselt ist.
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„Sport begleitet mich schon mein ganzes Leben lang und bedeutet für mich Gemeinschaft“, sagt Fuchs. „Vereine sind zurzeit wichtiger denn je für die demokratische Wertvermittlung.“ Umso mehr freue er sich, in seiner neuen Funktion als Sportamtsleiter die Sportinfrastruktur in Kiel voranzutreiben, sich für Vereine einzusetzen, am Thema Olympia mitzuwirken und den Sportbereich strategisch auszurichten.
Alexander Fuchs bringt viele Fachkenntnisse mit
Mittlerweile ist Fuchs, der in Celle geboren ist, mehr als zehn Jahre im Sportbereich tätig. Nachdem er 2015 seinen Master in Sportwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgeschlossen hatte, unterstützte er den Landessportverband Schleswig-Holstein als Referent für die Hamburger Olympiabewerbung für 2024. Anschließend war Fuchs Büroleiter für die Special Olympics in Kiel und zuletzt arbeitete er in Berlin als persönlicher Referent der Staatssekretärin für Sport.
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In Kiel wird Olympia ein Motor dafür sein, den Segelstandort zu modernisieren.
Alexander Fuchs
Sportamtsleiter
„Mein Wunsch war es schon längere Zeit, nach Kiel zurückzukehren“, berichtet der 42-Jährige. „Die Stadt ist während meines Studiums zu meinem Heimathafen geworden und ich habe mein soziales Umfeld hier.“ Noch pendle er aus der Nähe, habe aber bereits eine Wohnung in der Landeshauptstadt gefunden. Inhaltlich ist Fuchs von der Vielfalt seines neuen Jobs begeistert und will seine beruflichen Erfahrungen aus dem Bereich Olympia in das Amt einbringen.
Das sind die Ziele des neuen Sportamtsleiters in Kiel
In den kommenden Wochen stünden direkt mehrere Abstimmungstermine rund um die Kieler Bewerbung in seinem Terminplan. Das Bestreben von Fuchs sei es, offen mit allen Interessensgruppen und der Bevölkerung zu kommunizieren. Aus seiner Sicht würde eine Olympiabewerbung Deutschland grundsätzlich guttun – und ein Katalysator für die Gemeinschaft sowie die Wirtschaft sein. „In Kiel wird Olympia ein Motor dafür sein, den Segelstandort zu modernisieren“, sagt er.

Für seine Zeit in Kiel hat sich Fuchs insgesamt vier Ziele gesteckt: Zum einen möchte er viele Prozesse im Kieler Sportamt digitalisieren und eine gute Sportinfrastruktur mit Hallen, Outdoor-Plätzen und Fitnessanlagen sicherstellen. Außerdem sei es ihm wichtig, Kiel als Sportstandort voranzutreiben – vom Ocean Race bis zum Kiellauf. Er möchte sich zudem dafür einsetzen, dass Sport nicht für politische Sonntagsreden missbraucht werde, sondern der Fokus auf Gesundheit, Bildung und Wirtschaft liege.
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Bevor Fuchs seine Pläne realisieren kann, stehen jedoch zunächst weitere Kennenlerntermine an. Besonders gespannt sei er darauf, die Stadt nun noch einmal von einer neuen Seite kennenzulernen.
Um abends nach einem stressigen Arbeitstag abzuschalten, zieht es ihn ins Fitnessstudio, zum Joggen an die Kiellinie oder auf den Golfplatz.
Gerwin Stöcken, Stadtrat für Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport, freut sich über die Nachbesetzung des Spitzenjobs. „Wir mussten im Sportamt nach der Verabschiedung von Philip Schüller lange ohne Leitung auskommen“, sagt er. Deshalb sei er umso glücklicher, das Amt nun wieder in kompetente Hände zu geben.
KN