In der gestrigen Ausgabe gab es bei „Bares für Rares“ wieder jede Menge besonderer Raritäten mit spannenden Herkunftsgeschichten.

BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der gestrigen Folge vor und zeigt Ihnen außerdem, welche weiteren Raritäten am Dienstag, dem 13. Januar 2026 versteigert wurden.

Das ist das Highlight der Folge von gestern

Cedrik Altemeier und seine Cousine Lena Schippers brachten ein wahres Familienjuwel zu Horst Lichter (63) in die Sendung. Bei dem Schmuckstück handelt es sich um einen Solitär-Diamantring in 750er Weißgold. Dieser wurde einst von der Uroma und später von der Oma der beiden getragen. Die Entscheidung über die Zukunft des Rings wurde anschließend in die Hände der jungen Generation gelegt.

Schon beim ersten Blick macht die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) klar, dass hier ein „Luxusgeschoss“ aus den 1970er-Jahren vorliegt. Das ist an der erhöhten, stufigen Architektur der Fassung und der gerundeten „Vogelzungen“-Schiene, die von zwei kleinen Beisteinen unter 0,10 Karat flankiert wird, zu erkennen.

Der Ring besitzt einen 2-Karat-Diamanten

Der Ring besitzt einen 2-Karat-Diamanten

Foto: ZDF

Von großer Bedeutung war die Papierlage. Neben einer alten Rechnung von 1971 über mehr als 30.000 D-Mark, was damals der Preis einer Eigentumswohnung war, hatten die Verkäufer ein aktuelles Zertifikat des Diamant-Prüflabors in Idar-Oberstein dabei. Das bestätigt die 2,01 Karat, die Farbe D (hochfeines Weiß+) sowie eine VS2-Reinheit.

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Die Schmuckexpertin Rezepa-Zabel ordnet das konkret ein. Die historischen Begriffe „lupenrein/River“ der Rechnung seien eher pauschal. Maßgeblich ist stattdessen die D-bis-Z-Skala. Wäre der Stein tatsächlich lupenrein, hätte sich der Preis locker verdoppeln können. Laut ihrer Expertise liegt der Wert des Rings zwischen 15.000 und 18.000 Euro.

Im Händlerraum folgte ein Bietduell, das dem Stein gerecht wurde. Nach einem Start bei 8.000 Euro kletterten die Gebote zügig über 10.000 Euro und weiter auf 13.000 Euro. Schlussendlich setzte Susanne Steiger mit 15.000 Euro den Deckel darauf. Nach einem Handschlag, den ersten 3.000 Euro Anzahlung in bar und dem Rest per Überweisung, zeigten sich Cedrik und Lena mehr als glücklich.

Alle weiteren Raritäten vom 13. Januar 2026

Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten vom 13. Januar 2026, und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu war:

  • „Opera Chirurgica“ Buch: Ein seltenes medizinisches Handbuch „Opera Chirurgica“ aus dem 17. Jahrhundert, die erste deutsche Übersetzung des Werks von Hieronymus Fabricius. Verkäufer Heinz Bruhn aus Husum fand es auf dem Dachboden seiner Eltern und brachte es mit seiner Tochter Ann-Kristin zur Expertise. Expertenschätzung: 2.500 bis 3.000 Euro
  • Paradiesvogel-Brosche: Eine aufwendig emaillierte Paradiesvogel-Brosche aus 750er-Gold mit einer Zuchtperle, einem Amethysten und einem Saphir. Philipp Spannagel und sein Sohn Julius aus Karlsruhe erbten das Schmuckstück von einer entfernten Tante aus Baden-Baden. Expertenschätzung: 800 bis 900 Euro
  • Zsolnay Jugendstil-Vase: Eine außergewöhnliche Jugendstil-Vase der ungarischen Manufaktur Zsolnay aus Pécs, entworfen von Vilmos Zsolnay um 1900, die durch ihre spezielle Eosin-Glasur besticht. Silke und Markus Kehl aus Leingarten brachten das Erbstück eines Sammler-Onkels in die Sendung, der es in den 60er-Jahren auf einem Ungarn-Ausflug gekauft hatte. Expertenschätzung: 1.800 bis 2.000 Euro
  • Wandleuchten: Ein Paar Wandleuchten im Stil des Brutalismus, vermutlich von Doria-Leuchten aus den 1960er/70er-Jahren, mit Metallstreifen und bernsteinfarbenem Eisglas. Annika Kummerfeldt (30) aus Lauenburg erbte sie von ihrer Oma, die sie in ihrer „guten Stube“ hängen hatte, und wollte den Erlös für eine Reise verwenden. Expertenschätzung: 50 bis 60 Euro
  • Reisenecessaire: Ein umfassendes Reisenecessaire in rotem Kunstleder aus den 1970er-Jahren, bestehend aus Einzelteilen wie Seifendose, Bürste, Spiegel, Kamm, Schuhlöffel, Schere, Schreibmappe und einem Mauthe Reisewecker. Karin Schirmacher aus Leverkusen hatte die einzelnen Bestandteile über Jahre hinweg als Weihnachtsgeschenke erhalten, konnte es aber aufgrund fehlender Reisen kaum nutzen. Expertenschätzung: 50 bis 60 Euro.

Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.