
Stand: 14.01.2026 10:28 Uhr
Vor dem Landgericht Göttingen muss sich ab heute ein junger Mann verantworten. Der Northeimer soll ein Wohnhaus in Katlenburg-Lindau (Landkreis Northeim) angezündet haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen unter anderem versuchten Mord vor. Er soll im Juli vergangenen Jahres an den Eingängen und der Fassade des Mehrfamilienhauses eine brennbare Flüssigkeit ausgebracht und entzündet haben. Der Angeklagte sei davon ausgegangen, dass sich in dem Gebäude schlafende Menschen aufhielten, die durch den Brand oder die Rauchentwicklung zu Tode kommen könnten, heißt es in der Anklage.
Angeklagter in Jugendhaft
Laut Anklageschrift brannten beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte bereits die Fassade und die Eingangstür. Vier Menschen mussten demnach gerettet werden, teils mit Leitern. Schlussendlich sei ein Schaden in Höhe von 5.000 Euro entstanden. Der 24-Jährige wurde den Angaben zufolge bereits fünf Tage nach dem Feuer festgenommen, seitdem sei er in der Jugendhaftanstalt Hameln untergebracht. Die Polizei hatte im vergangenen Sommer nicht über den Brand informiert – warum, konnte ein Sprecher auf Nachfrage nicht beantworten.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 14.01.2026 | 08:30 Uhr