„Findet die Politik die richtigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit?“ Diese Frage stellte beim Neujahrsempfang an der Technischen Schule des Heeres Oberstleutnant Robert Thiele, Vorsitzender Heer des Deutschen Bundeswehrverbandes, in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Mit der Schaffung des sogenannten Sondervermögens und der Aussetzung der Schuldenbremse sowie dem zu Beginn des Jahres in Kraft getretenen neuen Wehrdienstgesetz samt verpflichtender Musterung ab Juli 2017 seien die bundespolitischen Voraussetzungen geschaffen worden. Allerdings müssten noch einige wesentliche Aufgaben erfüllt werden, um das Ziel zu erreichen, die Stärke des Heeres von derzeitig rund 184.000 auf 260.000 Berufssoldaten (und zusätzlich 200.000 Reservisten) bis zum Jahr 2030 zu steigern. „Das Heer muss wachsen, nur so können wir unsere Aufgaben erfüllen. Deshalb muss in den Ländern, auch in NRW, nachgearbeitet werden“, sagte Thiele, „die Infrastruktur stellt den Standort Aachen auf eine harte Bewährungsprobe.“