Hannover. Mit zahlreichen Scheinkäufen, Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen ist die Polizei am Montag, 12. Januar, gegen den organisierten Drogenhandel in Hannover und der Region vorgegangen. Die Ermittler stellten nach eigenen Angaben dabei erhebliche Mengen illegaler Betäubungsmittel sowie Waffen und Bargeld sicher. Mehrere Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

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Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden im Stadtgebiet und im Umland verschiedene Vertriebswege für Kokain, Amphetamine, Ecstasy, MDMA und Cannabis-Produkte aufgedeckt. Die Dealer boten ihre Ware zeit- und ortsunabhängig an – mutmaßlich über digitale Kanäle. Um die Lieferfähigkeit zu überprüfen, bestellten Ermittler zunächst kleinere, später größere Mengen.

4,5 Kilo Amphetamin in Burgdorf entdeckt

Einer der spektakulärsten Funde gelang in Burgdorf: Dort wurden zwei 26-Jährige nach einem Scheinkauf festgenommen. In ihren Wohnungen entdeckten die Beamten unter anderem 4,5 Kilogramm Amphetamin, rund 500 Ecstasy-Tabletten, etwa 200 Gramm MDMA, mehrere hundert Gramm Cannabis sowie Bargeld in Höhe von rund 3.800 Euro. Auch Messer, Pfefferspray und Softair-Waffen wurden sichergestellt.

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Jugendliche Dealer mit Kokain und Machete

In Seelhorst gingen der Polizei zwei mutmaßliche Dealer im Alter von 17 und 18 Jahren ins Netz. „Einer der Jugendlichen leistete Widerstand“, berichtet Polizeisprecher Tristan Möller. Bei ihnen fanden die Beamten Kokain und ein Butterflymesser. In den Wohnungen der beiden in Mittelfeld tauchten später unter anderem eine Machete und eine Schreckschusswaffe auf.

Über ein Kilo Ecstasy und mehrere Kilo Marihuana in Linden

Auch in Linden-Mitte schlugen die Ermittler zu: Ein 22-Jähriger versuchte noch zu fliehen und setzte sich zur Wehr, bevor er festgenommen wurde. In seiner Wohnung stießen Polizisten auf rund 90 Gramm Kokain, 3,55 Kilogramm Marihuana und 1.124 Ecstasy-Tabletten.

Waffen und Widerstand bei weiteren Festnahmen

Bereits am Vormittag war ein 25-Jähriger in Hainholz aufgegriffen worden. In seiner Wohnung fanden die Beamten neben Drogen auch eine Schreckschusswaffe, Munition und einen Teleskopschlagstock.

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Weitere Festnahmen folgten unter anderem an der Göttinger Chaussee, in der Fenskestraße und am Hohen Ufer. Dort leistete ein 21-Jähriger so heftigen Widerstand, dass ein Polizist leicht verletzt wurde. Auch in diesem Fall, so Möller, wurden Drogen und später in der Wohnung des Mannes eine Waffe entdeckt.

Mehrere Haftbefehle erlassen

Insgesamt leitete die Polizei zehn Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen bewaffneten Drogenhandels und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In mehreren Fällen ordneten die Gerichte Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft schließen weitere Festnahmen nicht aus, heißt es von den Behörden.

HAZ