Die Aktie des Küchenherstellers Nobia fällt am Mittwoch um rund 27 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Doppelschlag verkündet hat: Die verlustbringende Geschäftstätigkeit in Großbritannien wird abgestoßen und außerdem eine Bezugsrechtsemission über 1,5 Milliarden Kronen durchgeführt, um die Verschuldung in den Griff zu bekommen.
Das Wirtschaftsmagazin Affärsvärlden schreibt in einem aktuellen Kommentar, dass man seit mehreren Jahren einen Verkauf des britischen Geschäftsbereichs empfohlen habe. Es wird kein Kaufpreis gezahlt; stattdessen übernimmt der Käufer eine Bruttoschuld in Höhe von 746 Millionen Kronen.
„Insgesamt halten wir die Entscheidung, das verlustreiche UK-Geschäft zu verkaufen, für strategisch richtig“, so das Magazin. Besonders positiv sei, dass sich das Management nun voll auf das nordische Geschäft konzentrieren könne, das über die Jahre hinweg durchaus solide Leistungen erbracht habe.
„Investoren, die ein gewisses Risiko nicht scheuen und an Turnaround-Unternehmen interessiert sind, könnten eine Position erwägen. Weitere Informationen und Details folgen wie gesagt zum Jahresabschluss im Februar. Nobia ist derzeit interessanter als seit Langem und sollte weiter beobachtet werden“, schließt Affärsvärlden, ohne eine klare Empfehlung abzugeben.