
Nach 27 Tagen Winterpause und zwei erfolgreichen Testspielen ist der 1. FC Magdeburg am Freitag wieder im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gefragt. Los geht das Jahr 2026 gleich mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig – eines dieser vielzitierten „Sechs-Punkte-Spiele“. Und trotz der Stärken des Gegners will der FCM seinen Prinzipien treu bleiben.
Eigentlich kam die Winterpause für den 1. FC Magdeburg zur Unzeit. Die Sachsen-Anhalter waren im Dezember so richtig heiß gelaufen und holten aus den letzten vier Spielen 2025 satte zehn Punkte. Der Lohn: Nach zehn Spieltagen als Schlusslicht steht der FCM nun wieder über dem Strich.
Am Freitag (ab 18:30 Uhr im Audiostream und Liveticker von SPORT IM OSTEN) steht der Rückrundenauftakt im nur 90 Kilometer entfernten Braunschweig bei der Eintracht auf dem Programm. Und nicht nur geografisch, sondern auch tabellarisch liegen beide Teams recht eng beieinander. Der FCM ist 15. mit 17 Punkten, zwei Positionen davor mit drei Zählern mehr auf dem Konto rangiert der kommende Gegner.
Sander will „Rechnung begleichen“
Mit einem Sieg bei den „Löwen“ würde der FCM nicht nur seine Ungeschlagen-Serie ausbauen, es wäre auch enorm wichtig Punkte gegen die direkte Konkurrenz. Neben der angespannten Tabellensituation erinnert sich Magdeburgs Trainer Petrik Sander auch noch an den verunglückten Saisoneinstand mit der 0:1-Niederlage.
„Uns erwarten schwierige Aufgaben und spannende Wochen. Wir haben gerade zu Beginn noch die ein oder andere Rechnung zu begleichen. Da haben wir jetzt in Braunschweig gleich die erste Möglichkeit“, sagte der Übungsleiter der Blau-Weißen während der Spieltagspressekonferenz am Mittwoch (14. Januar 2026).
FCM vor „heikler Aufgabe“ in Braunschweig
Dass beim Gegner mit Christian Conteh einer der beiden Topscorer des Teams im Winter gewechselt ist, beschäftigt Sander nur am Rande: „Ich habe es mir abgewöhnt, Kommentare zu anderen Mannschaften zu geben. Es bringt nichts. Wir haben genug damit zu tun, uns auf unsere Mannschaft zu konzentrieren.“ Zwar habe er den Transfer wahrgenommen, das ändere aber nichts an dem, was den FCM erwartet: „Uns wird eine heikle Aufgabe bevorstehen.“
Wir werden unseren Spielstil nicht verändern. Da ist Obacht geboten von der ersten Sekunde an.
Petrik Sander |
Denn auch Braunschweig hat in den letzten Spielen ordentlich performt und zahlreiche Punkte geholt. Entsprechend motiviert werden sie ins Spiel gehen, glaubt Sander. „Sie sind eine extrem starke Umschaltmannschaft. Da müssen wir gucken. Weil, wir werden unseren Spielstil nicht verändern. Da ist Obacht geboten von der ersten Sekunde an“, erklärte der 65-Jährige. Beim Auswärtsauftritt kann Magdeburg auf die volle Unterstützung der Fans setzen. Die etwas mehr als 2.000 Tickets für den Gästeblock sind alle weg.
Sander lässt sich nicht in die Karten schauen
Sander selbst und seine Spieler freuen sich, dass es nun endlich wieder losgeht, auch wenn es man sich nach dem Trainingslager in der Sonne erst wieder an das nasskalte Wetter in heimischen Gefilden gewöhnen muss: „Klar ist das jetzt nicht unbedingt eine Witterung, wo man sagt: ‚Toll unter diesen Bedingungen Fußball zu spielen‘.“ Nicht nur die Platzverhältnisse im Training sind schwierig, auch für das Immunsystem seiner Spieler halte der Wetterwechsel einige Herausforderungen bereit.
Daher müsse man abwarten, wenn es bei dieser Witterung vielleicht noch erwischt mit Krankheit oder wer zurückkommt. „Es gibt den ein oder anderen angeschlagenen Spieler“, so Sander auf Nachfrage zu einer möglichen Startformation. Neben den Langzeitverletzen wird auch Connor Krempicki fehlen, er hat sich im Trainingslager „eine Komplikation in der Wadenmuskulatur zugezogen“.
FCM löst Vertrag mit Kuhinja auf
Während Sander also über seine Anfangself am Freitag noch keinen näheren Prognosen abgeben will, ist seit Mittwoch klar, wer kein Spiel mehr im Trikot der Elbestädter absolvieren wird. Der FCM und Emir Kuhinja haben den laufenden Vertrag in „beiderseitigem Einvernehmen“ aufgelöst. Der 23 Jahre alte Offensivspieler kam in knapp zwei Jahren in Magdeburg – auch bedingt durch eine schwere Knieverletzung – lediglich auf drei Einsätze im Profiteam und war zuletzt meist Teil des Regionalliga-Teams (21 Spiele). Er wechselt nach Bulgarien und schließt sich dort dem Erstligisten Beroe Stara Zagora an.
rac