Das insolvente Chemieunternehmen Domo in Leuna muss seine Anlagen vorerst nicht komplett herunterfahren. Das hat das Land nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters von Mittwochabend verfügt. Demnach können die Anlagen bei den aktuellen Wetterbedingungen nicht sicher heruntergefahren werden. Die Produktion laufe in einem Minimalbetrieb weiter, um „Gefahren für Mensch und Umwelt zu vermeiden“. Welche Gefahren konkret entstehen könnten, wurde nicht mitgeteilt.
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) sagte indes am Mittwochabend etwa zeitgleich zu Domos Ankündigung, es sei ein Weg gefunden worden, um den Betrieb „in irgendeiner Form“ aufrechtzuerhalten. So habe der Insolvenzverwalter die Möglichkeit, weiter nach Investoren zu suchen.