Kiel. Als am Mittwochnachmittag die Sonne über dem Trainingsplatz von Holstein Kiel schien, wehte zumindest noch ein letzter Hauch vom spanischen Trainingslager über das Grün in Projensdorf. Doch statt in Algorfa trainieren die Störche nun wieder in der Landeshauptstadt, nehmen Kurs auf die Rückrunde. Statt der spanischen Mittagssonne mit bis zu 20 Grad müssen sich die Störche beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, im Holstein-Kiel-Liveticker) auf Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt einstellen.

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„Wir haben keine Zeit, um uns daran zu gewöhnen, sondern müssen von Anfang an da sein“, erklärte Kapitän Steven Skrzybski am Mittwoch bereits kämpferisch. „Wir haben ein Heimspiel, es ist Rückrundenauftakt. Das wollen wir gewinnen.“

Holstein startet in Mission Aufholjagd: „Müssen schnell ins Punkten kommen!“

Die Störche starten in die Mission Aufholjagd, wollen den Abstand zur Abstiegszone schnellstmöglich vergrößern: „Wir müssen ganz schnell ins Punkten kommen“, forderte der Offensivspieler von sich und seinen Kollegen.

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Leicht wird es am Sonntag nicht. Die Gäste aus Ostwestfalen liegen auf Rang vier, agieren in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. „Es ist eine gute Mannschaft, die Fußball spielen will und die auch ordentlich verteidigt. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass wir gewinnen können“, erklärte Cheftrainer Marcel Rapp.

Die Kieler haben noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel gaben die Störche den sicher geglaubten Auswärtspunkt noch durch einen Gegentreffer in der neunten Minute der Nachspielzeit aus der Hand, mussten sich mit 1:2 geschlagen geben. „Das Hinspiel wurmt immer noch jeden“, verriet dann auch Skrzybski.

Mit Meffert zum Erfolg? „Als wenn er nie weg gewesen wäre“

Mit seiner Erfahrung soll Winter-Zugang und Holstein-Rückkehrer Jonas Meffert (kam vom HSV) helfen, das Rückspiel erfolgreicher zu gestalten. Der Mittelfeldspieler wird im System von Marcel Rapp eine zentrale Rolle einnehmen – und kann zudem die jungen Spieler mit an die Hand nehmen. „Für mich ist er ein absoluter Gewinn für die Mannschaft, sowohl auf und neben dem Platz“, machte Skrzybski klar. „Obwohl er weg war, verhält er sich so, als wenn er nie weg gewesen wäre.“ Und weiter: „Es unterstützt. Egal ob jung oder alt, Unterstützung ist immer gut. Er ist einer, der mit anpackt, das tut uns sehr gut.“

Der Neuzugang selbst freut sich auf die erste komplette Trainingswoche in der Landeshauptstadt, bemerkte aber auch schon die ein oder andere Veränderung im Trainingszentrum in Projensdorf. „Es hat sich sehr viel im Positiven verändert. Der Verein hat sich einfach weiterentwickelt, das merkt man“, sagte Meffert.

Neuzugang Meffert: Vorfreude aufs Holstein-Stadion

Das nächste Highlight wartet für den Rückkehrer am Sonntag. „Ich freue mich sehr aufs Stadion, da war ich jetzt noch nicht“, so der Mittelfeldspieler. Trotz aller Führungsspieler-Qualitäten gibt es aber noch eine Schwierigkeit: „Ich bin sehr schlecht mit Namen“, gestand der 31-Jährige. „Aber das Trainingslager hat auf jeden Fall geholfen.“

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Angst vor zu hohen Erwartungen an seine Person hat Meffert indes nicht. „Ich werde mich hier null Komma null verstellen oder eine Rolle ausüben, die ich nicht bin“, so „Meffo“, der stattdessen auf seine Stärken setzt – und diese auch direkt auf den Platz bringen will. „Ich habe einfach gerne den Ball und spiele gerne Fußball. Das war in Hamburg am Ende nicht mehr so, da haben wir uns mehr auf Defensivarbeit konzentriert – daher passt es jetzt wieder besser.“ Ab Sonntag wird Meffert wieder für Holstein im Ballbesitz sein.

KN