Stand: 15.01.2026 00:01 Uhr

Der VfL Wolfsburg hat in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Sieg gelandet. Die Niedersachsen bezwangen den FC St. Pauli am Mittwochabend im Nordduell mit 2:1 (1:1).

von Tobias Knaack

Dzenan Pejcinovic sorgte nach einer schönen Flanke von Adam Daghim zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit per Kopf für den umjubelten Siegtreffer der „Wölfe“. Es war das fünfte Tor des 20-Jährigen in den jüngsten drei Partien. Dem VfL gelang drei Tage nach der herben 1:8-Pleite bei Bayern München damit zumindest ergebnistechnisch eine Wiedergutmachung.

In einer umkämpften Begegnung hatte Eric Smith noch im ersten Durchgang (40.) den Führungstreffer von Christian Eriksen (25.) gekontert. Der dänische Mittelfeldspieler traf per Strafstoß, es war sein Premierentor im VfL-Trikot.

Siegtorschütze Pejcinovic freute sich nach einem „sehr schwierigen Spiel“ darüber, dass sein Team sich dafür belohnte, „dass wir unbedingt gewinnen wollten. Das gibt uns ein gutes Gefühl für das nächste Spiel.“

„Wir haben Wolfsburg ziemlich wenig gegeben außer dem Elfmeter und der letzten Aktion.“

St. Paulis Abwehrspieler Hauke Wahl

Für St. Pauli war die späte Niederlage hingegen ärgerlich, weil die Hamburger speziell defensiv eine gute Auswärtspartie gezeigt hatten. Entsprechend nannte Abwehrboss Hauke Wahl, der den Ball vor Eriksens Elfmetertor an die Hand bekommen hatte, den Ausgang „ziemlich bitter. Wir haben Wolfsburg ziemlich wenig gegeben außer dem Elfmeter und der letzten Aktion.“

Weiter geht es für beide Nordclubs am Sonnabend um 15.30 Uhr (im NDR Livecenter). Am 18. Spieltag – dem Auftakt der Rückrunde – empfangen die „Wölfe“ dann Heidenheim, die „Kiezkicker“ reisen nach Dortmund.

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

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Eriksens Premierentreffer per Elfmeter

Wolfsburg hatte zu Beginn mehr Ballbesitz, kam durch die dichtgestaffelte Defensive St. Paulis aber kaum hindurch. Pejcinovic schoss nach einem Sololauf in die Arme von Gäste-Torwart Nicola Vasilj (4.). Die gefährlichste Aktion der ersten 20 Minuten hatten die Hamburger: Mathias Pereira Lage verfehlte den rechten Winkel des Tors der Niedersachsen nach einer Ecke knapp (18.).

Vorne ließ das Team von Trainer Alexander Blessin die Führung liegen – und geriet wenig später in Rückstand. Yannick Gerhardt zog nach einer Passstafette des VfL ab, Wahl flog der Ball an den abgespreizten Arm. Schiedsrichter Frank Willenborg, der zunächst hatte weiterlaufen lassen, entschied nach Beschau der Bilder auf Elfmeter. Eriksen schnappte sich den Ball und drosch ihn zu seinem ersten Tor im „Wölfe“-Trikot zentral in die Maschen (25.).

Smith handlungsschnell zum 1:1

Beflügelt durch die Führung gewann das Bauer-Team zunächst an Sicherheit und bestimmte das Spiel, ohne aber gefährlich zu werden. Und in der 35. Minute brauchten die Niedersachsen Glück und Kamil Grabara, dass es beim 1:0 blieb. Joel Chima Fujita legte nach einem Solo von rechts auf Stürmer Ricky-Jade Jones, der aber erst den VfL-Keeper anschoss und den Ball dann aus kurzer Distanz am Tor vorbeijagte.

Spielszene des Bundesliga-Spiels Wolfsburg gegen St. Pauli

Torschützen unter sich: Wolfsburgs Christian Eriksen (l.) und St. Paulis Eric Smith.

Und doch kam St. Pauli wenig später zum insgesamt verdienten Ausgleich: Am Ende einer schönen Passfolge wurde Smith in halbrechter Position angespielt und traf in einer flüssigen Bewegung von Annahme und Schuss zum 1:1. Keine Chance für Grabara, weil der Ball durch die Beine von Wolfsburgs Kapitän Maximilian Arnold flog (40.).

Drei Mal Fujita – und sonst nicht viel

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts gehörte den Gästen – und insbesondere Fujita. Den ersten Versuch des Japaners parierte Grabara aber stark (50.), der zweite ging über (56.), der dritte links neben das Wolfsburger Tor (57.).

Eriksen hatte einen ersten Abschluss für sein Team (59.) im zweiten Durchgang, in dem die Begegnung aber immer mehr verflachte. Das Geschehen spielte sich mit vielen Zweikämpfen vor allem im Mittelfeld ab.

Pejcinovic trifft spät

Erst in der 75. Minute gab es wieder so etwas wie eine Torchance: Der kurz zuvor eingewechselte Daghim zog wuchtig ab, Vasilj parierte. Pereira Lage „konterte“ auf der Gegenseite mit einem tückischen Aufsetzer, den Grabara zur Seite klärte (79.).

Der VfL drückte zwar, dennoch sah alles nach einem Remis aus. Bis Daghim flankte, Pejcinovic köpfte (88.) – und alle Grün-Weißen sich jubelnd in den Armen lagen, während alle Braun-Weißen enttäuscht zu Boden sanken.

17. Spieltag, 14.01.2026 18:30 Uhr

Grabara – Kumbedi (73. K. Fischer), Jenz, Koulierakis, Zehnter (83. Paredes) – Arnold, Gerhardt (83. Svanberg) – Eriksen, Majer (61. Amoura), Wimmer (73. Daghim) – Pejcinovic

2

Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Smith, Sands, Ritzka (68. Oppie) – Fujita – Jones (68. Kaars), Pereira Lage (90. Ceesay)

1

Tore

  • 1:0 Eriksen (25., Handelfmeter)
  • 1:1 Smith (40.)
  • 2:1 Pejcinovic (88.)

Weitere Daten zum Spiel