Klartext zur Köln-Situation rund um Trainer Lukas Kwasniok (44), zur Unruhe nach den Fan-Protesten, acht Bundesliga-Spielen ohne Sieg und zur FC-Stimmung zum Jahresstart. Jetzt gibt es einen Trainer-Rat von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (64) und eine klare Meinung zur Startelf-Debatte um Top-Star Said El Mala (19).
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Der Sky-Experte sprach am Rande der Köln-Pleite gegen die Bayern (1:3) mit Moderator Sebastian Hellmann (58) natürlich auch über den FC und über Kwasniok, den die Ultras zuletzt in Heidenheim mit einem Plakat attackiert hatten und dessen Art nicht mehr allen Köln-Fans zu passen scheint.
„Man wusste, dass Kwasniok kein einfacher Trainer ist, der vielleicht auch mal über die Stränge schlägt“, sagt Matthäus und rät: „Vielleicht sollte er mal ein bisschen die Handbremse anziehen und den ein oder anderen Spruch weniger rauslassen.“ So könne Kwasniok für Ruhe sorgen, die Mannschaft schützen und Schlagzeilen verhindern. Matthäus: „Die hat der FC früher gehabt, und dann wusste man, was passiert ist. Je mehr Schlagzeilen, desto schlechter auf dem Platz. Deswegen sollten sie die Schlagzeilen lieber auf dem Platz machen.“

Noch bringt Lukas Kwasniok (44/r.) seinen 40-Millionen-Star Said El Mala (19) vorwiegend von der Bank
Foto: WITTERS
„Said El Mala gehört in die Startelf“
Gegen die Bayern wäre das Kwasniok und seinen Jungs fast gelungen. Nach Mainas Tor (1:0/41.) sogar in Führung, hatte Köln dem Meister lange Paroli geboten und bis zum 1:2 (Kim/71.) einen starken Kampf abgeliefert. Jetzt will Köln Samstag (15.30 Uhr) gegen Mainz die Wende schaffen und nach 8 Sieglos-Spielen wieder in die Spur finden. Matthäus traut Kwasniok das zu, sagt: „Er hat es in den ersten Wochen der Saison ja auch hinbekommen.“
Ein Weg zurück zum Erfolg führt dabei sicher über Kölns Besten – Said El Mala (19/7 Tore). Meist Joker und laut Kwasniok „ein Spielentscheider“, gegen Bayern aber stand Kölns Wunder-Junge plötzlich in der Startelf. Ausgerechnet gegen den Meister konnte Kölns 40-Millionen-Talent dann nicht unbedingt überzeugen. Trotzdem gehört er für Matthäus auf Dauer in die Anfangs-Formation. „Grundsätzlich gehört El Mala natürlich in die Startelf“, sagt der Weltmeister (1990) und prophezeit: „Ich glaube, er wird in der Rückrunde mehr Einsätze bekommen.“