Die Nato hat mit dem Großmanöver Steadfast Dart 26 im ostfriesischen Emden begonnen. Rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten sowie Material und Fahrzeuge werden derzeit nach Deutschland verlegt. Damit beginne der sichtbare Auftakt der Übung in Deutschland, teilte das operative Hauptquartier der Nato (JFC) mit. Mit der Übung will das Militärbündnis trainieren, Soldatinnen und Soldaten sowie Material und
Fahrzeuge möglichst effizient innerhalb des Bündnisgebiets zu verlegen,
um im Fall eines Konflikts vorbereitet zu sein.
Am Morgen erreichten Dutzende Fahrzeuge einer italienischen Militäreinheit über ein Frachtschiff den Seehafen in Emden. Neben Schiffstransporten sind auch Truppenbewegungen mit Konvois an Land und Lufttransporte geplant: Mehr als 1.500 Militärfahrzeuge und 17 Marineschiffe sind für die Übung vorgesehen.
Mit Steadfast Dart 26 führt die Nato ihr größtes geplantes Manöver in diesem Jahr durch. Insgesamt beteiligen sich elf Nato-Mitgliedsstaaten mit Streitkräften
von Heer, Luftwaffe, Marine sowie Space- und Cybereinheiten. An der Übung sind Italien, Griechenland, Deutschland, Tschechien, Spanien, Litauen,
Bulgarien, Türkei, Frankreich, Belgien und Großbritannien beteiligt. Die USA nehmen nicht teil.
Truppenübungen an mehreren Orten in Norddeutschland
„Mit dieser Übung demonstriert die Nato ihre Fähigkeit, sich schnell von Süden nach Norden und von Westen nach Osten zu bewegen, und zeigt, dass die Nato geeint, leistungsfähig und insgesamt bereit ist“, sagte der italienische General Nicola Mandolesi bei der Entladung des ersten Frachtschiffes in Emden. Damit beweise das Bündnis seine Bereitschaft, „jede Art von Mission“ zu erfüllen.
Für die Koordination des Manövers dankte der General Deutschland, das als Gastgebernation und logistische Drehscheibe eine zentrale Rolle bei der Übung spielt. Auch andere Standorte in Mitteleuropa sind Teil des Großmanövers, die
wichtigsten Bestandteile sind laut Nato aber in Deutschland geplant.
Ein Hauptteil der Übung soll im Februar auf dem Truppenübungsplatz
Bergen in der Lüneburger Heide stattfinden. Auf dem Weg dorthin befinden sich etwa die Truppenteile, die zur sogenannten schnellen Eingreiftruppe des
Militärbündnisses gehören. Auch an der Ostseeküste, in Kiel und am Truppenübungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein wird nach Angaben der Nato geübt.
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Gastbeitrag von Boris Pistorius:
Alleingänge gefährden den Fortbestand der Nato
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Paris-Gipfel:
Welche Rolle Deutschland in der Ukraine spielen kann
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Großmanöver in Hamburg:
Bereit für einen Krieg?